Österreich

Neuer ÖBB-Fahrplan: Was sich ab Dezember ändert

Mehr Verbindungen, höhere Preise: Die ÖBB haben den neuen Fahrplan präsentiert.

Neuer ÖBB-Fahrplan: Was sich ab Dezember ändert SN/robert ratzer
Der Fahrbahn wird umgestellt.

Mit dem ab 11. Dezember gültigen Fahrplan 2017 werden die ÖBB im In- und Ausland über zwei Millionen Zugkilometer mehr als heuer anbieten. "Mehr Takt, mehr Angebot, modernere Züge und mehr Service", hat ÖBB-Chef Andreas Matthä am Montag bei der Präsentation in Wien angekündigt. Das Angebot für günstige Sparschiene-Tickets wird erweitert, durchschnittlich steigen die Fahrpreise aber um 1,6 Prozent.

Wie die Preise steigen
  • Von Salzburg nach Wien sind beispielsweise künftig statt 51,90 Euro 53,10 Euro zu zahlen. Die Fahrt von Wien nach Graz kostet 90 Cent mehr und von Salzburg nach Villach 70 Cent plus, ebenso von Salzburg nach Linz.
  • Die Preise der Österreich-Card werden für die 2. Klasse um vier Prozent und für die 1. Klasse um acht Prozent erhöht.
  • Auf kürzeren Strecken bleiben die Preise teilweise gleich, auch die ÖBB-Vorteilscard wird nicht teurer.

Die neuen Preise gelten für Tickets, die ab 11. Dezember 2016 gekauft werden - bis dahin sind Tickets sechs Monate im Voraus weiterhin zu den aktuellen Preisen erhältlich. Die Zahl der angebotenen Sparschiene-Fahrten soll um ein Fünftel gesteigert werden. Die Tickets zu einem günstigeren Tarif werden außerdem künftig bis zu eine Minute vor Abfahrt erhältlich sein, wenn das Kontingent nicht vorher erschöpft ist. Bisher war der Kauf nur bis maximal drei Tage vor dem Reisetag möglich.

Die Änderungen im Fahrplan
  • 1,6 Millionen Kilometer mehr als 2016 werden die ÖBB im Nahverkehr zurücklegen, 600.000 Kilometer sind es im Fernverkehr.
  • Ab dem Fahrplanwechsel wird es ganz Österreich eine Schnellbahn geben. In Oberösterreich sei mit dem Großraum Linz "der letzte weiße Fleck" geschlossen worden.
  • International gibt es sechs neue Nachtzugverbindungen der ÖBB, darunter von Innsbruck nach Hamburg oder von München über Salzburg und Villach nach Rom.
  • Neun neue Railjet-Garnituren ermöglichen eine Ausweitung des Angebots: Auf der Strecke Wien - Salzburg werden im Taktverkehr alle Intercitys durch Railjet-Garnituren ersetzt. Erstmals wird es auch Railjet-Verbindungen zwischen Klagenfurt und Salzburg geben.
  • Über den Arlberg wird das Railjet-Angebot zu einem Stundentakt ausgeweitet.
  • Von Graz zum Flughafen Wien gibt es künftig 6 Railjet-Direktverbindungen.
  • Im Regionalverkehr sollen im Jahr 2017 nach und nach 60 Cityjet-Garnituren die alten Schnellbahnzüge ersetzen. Diese sind moderner und haben eine höhere Sitzplatzkapazität.
  • Schrittweise wird es auch in Cityjet- und Talent-Zügen WLAN geben.
  • Die Railjet-Garnituren sind bereits komplett mit drahtlosem Internetempfang ausgestattet. Die Surfqualität des WLAN in den Railjets wurde verbessert und das Unterhaltungsportal "Railnet" gestartet.
Bahnfahren soll digitaler werden

Der Zukunftstrend gehe dahin, "dass Bahnfahren immer digitaler wird", sagte Matthä. Bisher wird den Kunden an 33 Bahnhöfen WLAN angeboten. Das solle bis zum Jahr 2020 auf die 100 frequenzstärksten Bahnhöfe ausgebaut werden. Außerdem werden zusätzliche Handymasten an Bahnstrecken errichtet, um den Empfang in Zügen zu verbessern.

Im Jahr 2017 wollen die ÖBB 2.000 neue Pkw- und 1.200 Zweirad-Abstellplätze bei Bahnhöfen errichten. Bis zum Jahr 2025 sollen 270 Bahnhöfe modernisiert und barrierefrei gestaltet werden. Sicherheit bleibe ein "Top-Thema", hieß es weiter. Nach der Einstellung von 500 zusätzlichen Sicherheitsmitarbeitern werden laut Matthä Videoüberwachung und Zusammenarbeit mit der Polizei verstärkt.

Quelle: SN/Apa

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