Österreich

Noch nie suchten so viele Frauen Schutz in Frauenhäusern

Der Bedarf an Plätzen ist vor allem in ländlichen Gebieten groß. Besonders dramatisch scheint die Situation in Salzburg zu sein.

Noch nie suchten so viele Frauen Schutz in Frauenhäusern SN/picturedesk

In der Nacht auf den 21. November schleifte ein Mann in Hameln (Deutschland) seine Frau, der er zuvor ein Seil um den Hals gebunden hatte, mit dem Auto Hunderte Meter durch die Stadt. Auf dem Rücksitz saß der zweijährige Sohn. Die 28-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt, lag eine Woche im Koma. "Kaum hatte die Berichterstattung über den Fall begonnen, hatten wir 17 Notrufe", erinnert sich Andrea Brem, seit 15 Jahren Geschäftsführerin der Wiener Frauenhäuser. Was sie damit sagen will: Medienberichte über Gewalt an Frauen sind oft für Opfer der Anlass, das eigene Leid zu beenden. Denn häusliche Gewalt an Frauen ist nach wie vor von "hoher Aktualität", wie Frauenstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) am Donnerstag bekräftigte. Seit es in Wien Frauenhäuser gibt, und zwar seit 1978, waren diese nie so ausgelastet wie in den Jahren 2014 und 2015.

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