Österreich

Österreich steuert auf neun Millionen Einwohner zu

Zu Jahresbeginn lebten in Österreich erstmals mehr als 8,9 Millionen Menschen. Der Zuwachs im vergangenen Jahr betrug fast 44.000 Personen, das ist deutlich mehr als im Jahr 2018. Hält die Zuwanderung an, dürfte Österreich in gut zwei Jahren die Grenze von neun Millionen Einwohnern überschreiten.

Die Bevölkerung in Österreich nahm im vergangenen Jahr um fast 44.000 Menschen zu, gab die Statistik Austria nun bekannt. SN/www.picturedesk.com
Die Bevölkerung in Österreich nahm im vergangenen Jahr um fast 44.000 Menschen zu, gab die Statistik Austria nun bekannt.

Am 1. Jänner 2020 lebten 8.902.600 Menschen in Österreich, das waren um 43.825 Personen (oder 0,5 Prozent) mehr als zu Jahresbeginn 2019. Das zeigen die vorläufigen Daten der Statistik Austria, die am Mittwoch veröffentlicht wurden. Damit verzeichnete Österreich 2019 eine etwas stärkere Bevölkerungszunahme als im Jahr zuvor (2018: +36.508 Personen bzw. +0,4 Prozent). Zu Jahresbeginn 2020 lebten 1.487.020 ausländische Staatsangehörige in Österreich. Der Ausländeranteil betrug somit 16,7% - gegenüber 16,2% am 1. Jänner 2019.

Wien, Vorarlberg, Salzburg und Oberösterreich wachsen am stärksten

Nach Bundesländern betrachtet, sind die Trends unverändert: 2019 verzeichnete Wien ebenso wie in allen Jahren zwischen 2009 und 2017 die größte prozentuale Bevölkerungszunahme aller Bundesländer Österreichs. In der Bundeshauptstadt stieg die Einwohnerzahl um 0,8 Prozent auf 1.911.728 Personen. Mit einem Plus von 0,7 Prozent gab es 2019 den zweitstärksten Bevölkerungszuwachs in Vorarlberg. Ein ebenfalls überdurchschnittliches Wachstum verzeichneten Salzburg und Oberösterreich (jeweils plus 0,6 Prozent).

Etwas niedriger als im Durchschnitt fiel der Bevölkerungsanstieg in den Bundesländern Tirol, Niederösterreich und Burgenland (jeweils plus 0,4 Prozent) sowie in der Steiermark (plus 0,3 Prozent) aus. Das geringste Bevölkerungswachstum gab es 2019 in Kärnten: Hier erhöhte sich die Bevölkerungszahl nur um 451 Personen bzw. 0,1 Prozent.

Zuzug und Abwanderung sind regional sehr unterschiedlich

Auf regionaler Ebene gab es in 26 politischen Bezirken einen Bevölkerungsrückgang. Flächendeckend war dieser im Waldviertel, in der gesamten Obersteiermark und dem angrenzenden Salzburger Lungau sowie im Bundesland Kärnten mit Ausnahme der beiden Städte Villach und Klagenfurt sowie dem Bezirk Klagenfurt-Land.

Darüber hinaus schrumpfte die Einwohnerzahl auch in den beiden burgenländischen Bezirken Güssing und Oberpullendorf, in den beiden steirischen Bezirken Voitsberg und Südoststeiermark, in den beiden niederösterreichischen Bezirken Lilienfeld und Waidhofen an der Ybbs sowie in der oberösterreichischen Stadt Steyr und der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck.

In den übrigen 68 politischen Bezirken gab es im Jahr 2019 hingegen einen Bevölkerungszuwachs. Am stärksten fiel dieser in der Statutarstadt Rust (plus 2,0 Prozent) sowie im Bezirk Bruck an der Leitha (plus 1,7 Prozent) aus. Ebenfalls starke Zuwächse gab es in den Städten Wiener Neustadt (plus 1,3 Prozent), Eisenstadt und Wels (plus 1,2 Prozent) sowie in den Bezirken Graz-Umgebung (plus 1,2 Prozent), Braunau am Inn und Gänserndorf (jeweils plus 1,1 Prozent).

Ausländeranteil beträgt 16,7 Prozent

Bei den ausländischen Staatsbürgern in Österreich zeigt sich folgendes Bild:
Den vorläufigen Ergebnissen zufolge lebten am 1. Jänner 2020 insgesamt 1.487.020 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Österreich. Dies entspricht 16,7 Prozent der Gesamtbevölkerung und einem Plus von 48.097 Personen im Vergleich zum Jahresbeginn 2019.

Starker Zuzug aus Rumänien

Besonders stark fiel der Zuwachs bei rumänischen Staatsangehörigen aus. Ihre Zahl erhöhte sich 2019 um 10.777 Personen auf 123.461 Menschen am 1. 1. 2020. Damit waren Rumänen nun erstmals hinter Deutschen (200.059 Personen) die zweitstärkste ausländische Nationalität in Österreich - noch vor den Staatsangehörigen Serbiens (122.364 Personen) und der Türkei (117.640 Personen.

Quelle: SN

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