Österreich

Österreichs schönster Bahnhof wird noch umgebaut

Die schönste Architektur aus Sicht der Fahrgäste hat der Salzburger Hauptbahnhof. Und das, obwohl die Umbauarbeiten noch gar nicht abgeschlossen sind.

Derzeit gibt es mancherorts noch Baustellen am Hauptbahnhof Salzburg. Die Container am Bahnhofsvorplatz wurden schon entfernt, die Absperrgitter allerdings noch nicht. Bis Mitte September sollte der Platz aufgeräumt sein. Gearbeitet wird auch noch auf der anderen Seite des Hauptbahnhofs am Zugang Schallmoos, wie ÖBB-Projektleiter Thomas Wörndl erklärt. Dort wird ein 2000 Quadratmeter großes, geschwungenes Stahldach errichtet. Darunter wird ein neuer Zugang mit Rolltreppen, Aufzug und einer Fahrradabstellanlage gebaut. Anfang November ist dann die offizielle Eröffnungsfeier geplant.

VCÖ-Bahntest: Silber für Salzburg Die schönste Architektur aus Sicht der Fahrgäste hat der Salzburger Hauptbahnhof, doch insgesamt wird von den großen Bahnhöfen der Linzer Hauptbahnhof am besten bewertet. Das ist das Ergebnis des diesjährigen VCÖ-Bahntests. Österreichweit wurden für den Bahnhof-Test rund 14.000 Fahrgäste befragt. "Den Fahrgästen ist bei einem Bahnhof die gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und die Sauberkeit mit Abstand am wichtigsten. Dann folgen andere wichtige Kriterien wie Barrierefreiheit, umfassende Information, ausreichend Sitzgelegenheiten sowie die Gebäudequalität und ein guter Erhaltungszustand des Bahnhofs", so VCÖ-Experte Markus Gansterer.

Bei der Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln schnitt der Wiener Westbahnhof österreichweit am besten ab. In der Gesamtwertung der Hauptstadt-Bahnhöfe gewann Linz. "Silber" ging an den Salzburger Hauptbahnhof, "Bronze" an den Wiener Westbahnhof. Von den Hauptstadt-Bahnhöfen wurden Eisenstadt und Bregenz am schlechtesten bewertet.

Schlechteste Bewertung für Fritzens-Wattens und EbenseeUnter den anderen Bahnhöfen liegt der Aufsteiger des Jahres: Der Bahnhof Bruck an der Mur zählte jahrelang zu jenen Bahnhöfen, die den Fahrgästen am wenigsten gefielen. Heuer wurde Bruck an der Mur zum besten Bahnhof außerhalb der Landeshauptstädte gewählt, gefolgt von den Bahnhöfen Landeck-Zams und dem Bahnhof Dornbirn, die ex aequo an zweiter Stelle liegen.

Die schlechteste Bewertung erhielten die Bahnhöfe von Fritzens-Wattens, Ebensee und Brenner. Schlecht wurden auch die Bahnhöfe Wildon und Schärding bewertet, diese befinden sich aber bereits im Umbau. Die Fahrgäste bemängelten dort vor allem die mangelnde Barrierefreiheit sowie die Gestaltung und Architektur sowie zum Teil auch die schlechte Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Großteil findet, dass Qualität steigtInsgesamt sagten 63 Prozent der Fahrgäste, die Qualität der Bahnhöfe habe sich in den vergangenen zwölf Monaten verbessert, sieben Prozent sehen Verschlechterungen. Immerhin 15 Prozent gaben an, dass ihr Abfahrtsbahnhof nicht gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist, 14 Prozent bemängeln fehlende Barrierefreiheit und 20 Prozent sind mit der Architektur des Bahnhofs unzufrieden.

Sieben von zehn Fahrgästen kommen autofrei zum Bahnhof. 32 Prozent wohnen in der Nähe und gehen zu Fuß zum Bahnhof, weitere 31 Prozent kommen mit anderen Öffis zum Zug und sieben Prozent radeln zum Bahnhof. Mit dem eigenen Auto kommen nur 15 Prozent der Fahrgäste, 16 Prozent nehmen ein Taxi oder fahren bei einem anderen Auto mit.

(Apa/mayer)

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