Österreich

Österreichweit knapp 400 Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden

In Österreich wurden binnen 24 Stunden 395 Neuinfektionen durch SARS-CoV-2 per Test festgestellt, gab das Innenministerium am Samstag bekannt. Am Tag davor waren es 229 Infektionen gewesen. Der Anstieg entspricht einem europäischen Trend. Bisher gab es in Österreich 26.985 positive Testergebnisse. Mit aktuellem Stand (29. August, 9.30 Uhr) sind österreichweit 733 Personen an Covid-19 gestorben.

Weiterhin steigende Infektionszahlen in Österreich SN/APA/ROLAND SCHLAGER
Weiterhin steigende Infektionszahlen in Österreich

Bei bisher knapp 27.000 positiven SARS-CoV-2-Tests im Rahmen der Pandemie sind 22.866 Patienten wieder genesen. Samstagvormittag befanden sich 144 Personen aufgrund des Corona-Virus in Österreich in Krankenhausbehandlung, davon 30 auf Intensivstationen.

Die aktuellen österreichischen Zahlen mit 395 Neuinfektionen binnen 24 Stunden sind offenbar im Vergleich zum zehnmal größeren Deutschland deutlich höher. Dort wurden landesweit zuletzt 1.479 Ansteckungen offiziell gemeldet. Die Neuinfektionen in Österreich nach den Bundesländern: Burgenland: 8, Kärnten: 4, Niederösterreich: 35, Oberösterreich: 57, Salzburg: 11, Steiermark: 24, Tirol: 49, Vorarlberg: 4, Wien: 203

In der Bundeshauptstadt Wien mit etwas mehr als der Hälfte der binnen 24 Stunden in Österreich registrierten SARS-CoV-2-Infektionen (203 von 395) wurden bis Samstagfrüh bisher insgesamt 7.777 positive Testergebnisse registriert. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle betrug unverändert 210. 5.841 Personen sind genesen, teilten die Wiener Behörden Samstagvormittag mit.

"Auch weiterhin verfolgt Wien eine strikte Test-Strategie. In der vergangenen Woche wurden in Wien durchschnittlich 3.565 Testungen täglich durchgeführt", hieß es. Im Sieben-Tages-Vergleich pro 100.000 Einwohner liege Wien mit der Anzahl an positiv Getesteten mit 39,5 hinter Wels (53,5), Innsbruck (44,7) und Kufstein (42,9).

Die täglich bestätigten Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 sind allerdings nur ein Aspekt. Freitagnachmittag hatte die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) die epidemiologische Auswertung für die vorangegangenen 13 Tage publiziert. Demnach ist die effektive Reproduktionszahl des Coronavirus - wieviele Menschen steckt im Durchschnitt ein Betroffener an - in Österreich für den Zeitraum von 14. bis 26. August auf 1,14 gesunken. Im vorangegangenen Vergleichszeitraum hatte sie noch 1,31 betragen.

Auch die tägliche Steigerungsrate bei den Neuinfektionen reduzierte sich wieder auf geschätzte 1,4 Prozent. Zwischen dem 7. und dem 19. August war sie bei 9,9 Prozent gelegen. Für das Burgenland weist die Statistik in etwa eine Reproduktionszahl von zuletzt etwa 1,3 (ähnlich die Steiermark) aus, in Kärnten sind es etwa 0,8. Niederösterreich dürfte bei 1,2 liegen, ganz ähnlich wie Oberösterreich, Salzburg hingegen bei einem Pegel von um 1,0. Für Tirol ließ sich der Wert aufgrund technischer Probleme nicht errechnen. Vorarlberg hatte zuletzt eine Reproduktionszahl von etwa 1,0. Auch in Wien ging die Reproduktionszahl für SARS-CoV-2 auf etwa 1,2 zurück.

Die Reproduktionszahl gibt einen Hinweis über die Entwicklung der Verbreitung eines Krankheitserregers. Ein Wert von 1,0 würde einem Gleichbleiben der Situation - egal auf welchem Niveau - entsprechen. Werte unter 1,0 weisen auf eine rückläufige Tendenz hin.

Die Experten um AGES-Epidemiologin Daniela Schmid mit Fachleuten der TU Graz stellten zu der Entwicklung fest: "Die rückläufige beziehungsweise stabile Entwicklung der effektiven Reproduktionszahl von Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Vorarlberg und Wien ist auf eine Entspannung des Auftretens von Reise-assoziierten Infektionen zurückzuführen. Die Anzahl der täglich neudiagnostizierten Fälle befindet sich aber weiterhin auf einem erhöhten Niveau."

Weltweit sei in den vergangenen 24 Stunden ein Zuwachs von rund 276.000 bestätigten SARS-CoV-2-Fällen gemeldet worden. Die Corona-Pandemie bewege sich daher "mit großen Schritten auf 25 Millionen bestätigte Fälle (abzüglich Genesene) zu (24,649.431). Die Zahl der Todesfälle hätte rund 835.000 erreicht, hieß es am Samstag von Gesundheitsminister Rudolf Anschober.

"Auch in Europa werden aus einigen Ländern besorgniserregende Steigerungen gemeldet: allen voran aus Spanien (plus 9.779; plus 2,3 Prozent) und Frankreich (plus 7.462;: plus 2,5 Prozent).  Luxemburg meldet ebenfalls starke Steigerungen, auch Kroatien (plus 3,9 Prozent), Griechenland, Slowakei, Tschechien, Montenegro und Ungarn haben - teilweise allerdings von relativ geringem Ausgangsniveau - überdurchschnittliche Steigerungen", wurde in der Aussendung festgestellt.

Quelle: APA

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