Österreich

OÖ: Übergroßer Luftballon sorgte für Großeinsatz

Ein übergroßer Luftballon hat in St. Lorenz im Bezirk Vöcklabruck am Samstag für einen Großeinsatz gesorgt. In unwegsamem Gelände entdeckte ein Kletterer aus der Ferne eine Plane in einem Baumwipfel. Im Glauben, ein Paragleiter sei abgestürzt, setzte er einen Notruf ab. Bergrettung und Polizeihubschrauber suchten daraufhin vier Stunden lang, berichtete die "Kronen Zeitung".

Die Polizei setzte einen Hubschrauber ein SN/APA (Symbolbild)/CHRISTIAN GMASZ
Die Polizei setzte einen Hubschrauber ein

Einsatzleiter Heinz Hemetsberger von der Bergrettung Mondseeland bestätigte auf APA-Anfrage den Zwischenfall. "So einen Ballon habe ich selber noch nicht gesehen" berichtet er. "Von der Form her glich es einer Sichel, das Material war sehr reißfester Kunststoff". Rund drei Meter groß war der orange Plastik-Fetzen, der in den Bäumen hing. Von der Ferne hätte es wie ein Gleitschirm ausgesehen. 13 Bergretter machten sich in den sogenannten Saugräben auf die Suche nach dem möglichen Absturzopfer. "Es ist elendig zu gehen, weil es so abschüssiges Gelände ist". Über den Suchmannschaften kreiste der Polizei-Hubschrauber, der mit der Kamera das Gebiet abgraste.

Im oberösterreichischen Seengebiet liefen am Wochenende noch zwei weitere spektakuläre Suchaktionen, die ein gutes Ende genommen hatten, wie die Polizei berichtete: Am Freitagabend rief ein besorgter Vater die Polizei zu Hilfe, da sein 38-jähriger Sohn von einem Segeltörn am Traunsee nicht zurück gekommen war. Ein Handy hatte der dieser nicht mitgenommen. Sofort wurde eine Suche mit Wasserrettung, fünf Feuerwehren und dem Polizeihubschrauber gestartet. Was der Vater nicht wusste: Der 38-Jährige war mit einer Gruppe unterwegs, mit der er zur sogenannten Zeckeninsel am Ostufer des Sees segelte. Wegen Windstille blieben sie dort und warteten eine Windströmung ab, die gegen 23.00 Uhr erwartet wurde. Die Besatzung des Feuerwehrbootes Ebensee fand den 38-Jährigen gegen 22.30 Uhr am Ufer der Insel.

Samstagabend gab es in Schörfling am Attersee eine umfangreiche Suche nach einem vermissten Schwimmer. Ein 51-Jähriger war nicht mehr vom Schwimmen ans Ufer zu seiner Lebensgefährtin zurück gekommen. Vier Ortsgruppen der Wasserrettung, drei Feuerwehren sowie Feuerwehrtaucher suchten nach ihm. In den Nachtstunden entdeckten Bewohner am Ufer des Attersees eine liegende Person und machten die Suchmannschaften auf ihn aufmerksam. Der Gerettete gab an, dass er beim Schwimmen gesundheitliche Probleme bekommen hatte und sich mit letzter Kraft an das Ufer retten konnte. Nach der Versorgung durch den Notarzt wurde der Mann in das Klinikum Vöcklabruck gebracht.

Quelle: APA

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