Österreich

Oststeirischem Arzt wird Berufsausübung vorläufig untersagt

Jener oststeirische Arzt, dem vonseiten der Staatsanwaltschaft schwere strafrechtliche Vergehen gegenüber seinen minderjährigen Kindern vorgeworfen werden, darf vorerst nicht mehr ordinieren. Ihm wurde "mit sofortiger Wirkung" die Berufsausübung vorläufig bis zum rechtskräftigen Abschluss des Strafverfahrens untersagt, gab Gesundheitslandesrat Christopher Drexler am Dienstag bekannt.

Die Maßnahme habe das Land laut Ärztegesetz "bei Gefahr in Verzug zum Schutz der Allgemeinheit bis zur Klärung des Tatverdachts" anzuordnen. Bei der Vollziehung der entsprechenden Bestimmungen bestehe kein Ermessensspielraum, Rechtsmittel seien gegen den Bescheid nicht zulässig.

Der steirische Arzt soll seine eigenen Kinder jahrelang gequält haben. Der Mediziner muss sich deswegen seit Mitte Jänner vor dem Straflandesgericht in Graz verantworten.

Wie die Ärztekammer Steiermark am Dienstagabend mitteilte, wird die Ordination des Arztes geöffnet bleiben. Ein anderer Mediziner übernimmt bis auf weiteres die Vertretung für den Arzt, dem vorgeworfen wird, jahrelang seine Kinder gequält zu haben. Die Patienten können damit wie bisher in die Praxis kommen oder aber auch einen der anderen Ärzte der Region aufsuchen.

Quelle: APA

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