Österreich

Pannenserie bei berittener Polizei

Ein Prozess um fahrlässige Körperverletzung einer Polizeireiterin zeigt ein Sittenbild der Exekutive: Sieben Polizisten erstatteten keine Anzeige, Beweismittel wurden vernichtet und zwei Fotografen machten keine Bilder vom Unfallgeschehen.

Ein Prozess wegen fahrlässiger Körperverletzung am Donnerstag offenbarte kein gutes Bild der im Entstehen begriffenen berittenen Polizei. SN/apa
Ein Prozess wegen fahrlässiger Körperverletzung am Donnerstag offenbarte kein gutes Bild der im Entstehen begriffenen berittenen Polizei.

Wegen fahrlässiger Körperverletzung musste sich am Donnerstag Roland P., ehemaliger Ausbildungsleiter für die berittene Polizeieinheit, vor dem Bezirksgericht in Wiener Neustadt verantworten. Die Bezirksanwältin machte den 48-jährigen Bundesheer-Oberstleutnant in ihrem Strafantrag dafür verantwortlich, dass eine Reitschülerin am 19. Juli im Zuge der Ausbildung vom Pferd fiel und sich dabei das linke Schlüsselbein brach. Demnach hätte P. wissen müssen, dass sich auf der Pferdesportanlage in der Militärakademie in Wiener Neustadt insgesamt 17 Löcher befinden, und die Polizistin davor warnen müssen.

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