Österreich

Panzerunfall: Toter Soldat hatte keine Fahrerlaubnis

Der beim Panzerunfall am Donnerstag auf dem Waldviertler Truppenübungsplatz Allentsteig getötete 21-jährige Soldat hatte keine gültige Fahrberechtigung, berichtete die Bundesheer-Untersuchungskommission am Freitag.

Panzerunfall: Toter Soldat hatte keine Fahrerlaubnis SN/apa (bundesheer/zach)
21-Jähriger hatte seinen Führrschein verloren.

Die Todesursache stand mittlerweile endgültig fest: Der Panzerfahrer wurde von Erdmassen vollständig begraben und ist noch an der Unfallstelle gestorben.

Der zivile Führerschein war dem jungen Mann im vergangenen Jahr abgenommen worden, sagte Michael Bauer, Sprecher des Verteidigungsministeriums auf APA-Anfrage. Den Grund durfte er aus Datenschutzgründen nicht nennen. Damit gekoppelt war der Soldat auch seine militärische Lenkerberechtigung los. Den "normalen" Schein hatte er mittlerweile zurückerhalten.

Laut Zwischenbericht zum Unfallhergang war das Loch für den Panzerfahrer und den Kommandanten nicht erkennbar, da der Boden durch Niederschläge in den vergangenen Tagen stark durchnässt war. Die Oberfläche hatte auf festen Untergrund schließen lassen. Bei der Bodenunebenheit handelte es sich um ein aufgefülltes ehemaliges Sprengloch mit einem Durchmesser von rund sieben Metern, so die Kommission. Zur Zeit gäbe es keine Hinweise auf einen Fahrfehler oder technische Gebrechen.

"Obwohl die Unfallkommission feststellte, dass das Fehlen der militärischen Lenkerberechtigung keine Auswirkungen auf den Unfall haben konnte, wird das Bundesheer disziplinäre Maßnahmen setzen", betonte das Verteidigungsministerium. Wie Franz Hütter, Sprecher der Anklagebehörde gegenüber der Tageszeitung "Der Standard" bestätigte, hat die Staatsanwaltschaft Krems ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet.

(APA)

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