Österreich

Pilotprojekt "Gemeinsam.Sicher" bis Ende 2017 österreichweit

Das vom Innenministerium gestartete Pilotprojekt "Gemeinsam.Sicher" soll bis Ende des Jahres auf ganz Österreich ausgedehnt werden. Dies gab der Abteilungsleiter im Bundeskriminalamt, Gerhard Lang, bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt bekannt. Es sei geplant, bis Ende 2017 in allen Bundesländern und Bezirken eine entsprechende Struktur aufzubauen.

Die Ausrollung der Initiative soll mit März starten. "Wir haben für jedes Bundesland ein eigenes Team bereits ausgebildet", erläuterte Projektleiter Lang. In jeder Polizeiinspektion soll es "Community-Polizisten" geben. Bei den Gemeinden, wo es keine Polizeistation mehr gibt, würden individuelle Lösungen gesucht, erklärte der stellvertretende Landespolizeidirektor Werner Fasching, der im Burgenland Projektverantwortlicher ist.

Die Frage, ob es dazu mehr Polizisten brauche, beantwortete Lang mit "Nein". "Die Zusammenarbeit mit dem Bürger ist auch jetzt schon zentrale Aufgabe. Wir wollen nur die Rahmenbedingungen schaffen, dass der Polizist auch tatsächlich die Zeit dazu bekommt", sagte Lang. Gesucht würden hingegen Ansprechpartner in der Bevölkerung, die als sogenannte "Sicherheitsbürger" fungieren.

Im Burgenland sei man bereits dabei diesbezüglich Gespräche mit allen Bürgermeistern zu führen, ergänzte Fasching. Bis Ende des Jahres solle es im Burgenland in jeder Gemeinde einen Ansprechpartner der Polizei geben. Eine Konkurrenz zu den von Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz (FPÖ) lancierten "Sicherheitspartnern" sieht man nicht. Das Projekt der Polizei sei ehrenamtlich aufgebaut. "Wir setzen auf Freiwilligkeit und dadurch auf Nachhaltigkeit für Jahre", meinte Lang.

Das Pilotprojekt startete bereits im April 2016 in Eisenstadt, Graz und den Bezirken Schärding und Mödling sowie später auch in Teilen Wiens. Bei der Initiative soll der Kontakt zwischen Polizei und Bürger wieder gestärkt und das Sicherheitsgefühl gehoben werden. Ansprechpartner aus der Polizei und der Bevölkerung stehen dabei im regelmäßigen Kontakt, wodurch Anliegen der Bürger weitergegeben werden sollen. Die Erfahrungen aus den Pilotgebieten sollen nun in die bundesweite Umsetzung einfließen.

Quelle: APA

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