Österreich

Polizei fasste Frau nach Bombendrohung im LKH Mürzzuschlag

Die Arbeitsbelastung am obersteirischen LKH Mürzzuschlag sei hoch, hat eine 24-jährige Steirerin von einer Verwandten gehört. Um die Dienstzeit des Personals zu verkürzen, drohte die Frau am 6. Dezember am Telefon mit einer im Spital deponierten Bombe. Die Verdächtige wurde nun ausgeforscht, teilte die Polizei am Freitag mit. Sie habe nur einen "Scherzanruf" gemacht, verantwortete sich die Frau.

Das LKH musste evakuiert werden SN/APA/KLAUS PRESSBERGER
Das LKH musste evakuiert werden

Die Verdächtige wurde nach umfangreichen Ermittlungen der Kriminaldienstgruppe Mürzzuschlag ausgeforscht, im niederösterreichischen Bezirk Mödling festgenommen und in die Justizanstalt Leoben eingeliefert. Sie muss nun mit einer Anklage wegen gefährlicher Drohung bzw. eventuell auch Landzwang rechnen.

Bei der Rufdaten-Rückverfolgung kam die Polizei auf die Telefonzelle im Bezirk Mödling, in kriminalistischer Kleinarbeit auf die Anruferin. Die Konsequenzen dürften der Frau nicht bewusst gewesen sein. Auf sie kommt nun auch eine Regressforderung der Behörden zu, sprich Ersatz für die Einsatzstunden von Polizei und Rettung, die sich auf über 10.000 Euro belaufen dürften.

Die Anruferin - sie stammt aus Mürzzuschlag, wohnt aber seit längerem im NÖ-Bezirk Mödling - hatte sich am Nikolotag gegen 14.30 Uhr aus einer Telefonzelle in der Nähe ihres Wohnortes gemeldet und mit der Bombe gedroht. Rund 200 Personen mussten das Gebäude verlassen. Rund 60 Patienten wurden in das gleich neben dem LKH befindliche Landespflegezentrum gebracht, zwei Kranke in andere Spitäler. Weitere rund 140 Personen wurden ebenfalls evakuiert. Nach einer Durchsuchung mit Spürhunden wurde Entwarnung gegeben.

Quelle: APA

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