Österreich

Polizeischwerpunkt gegen Dealer an Drogenhotspots in Wien

Im Kampf gegen den Drogenhandel in Wien hat die Polizei am Samstag mehrere Kontrollschwerpunkte gesetzt. Bei einem Einsatz wehrte sich der Dealer derart heftig, dass zwei Beamte schwer verletzt wurden. Insgesamt wurden zehn Personen festgenommen, berichtete die Exekutive am Sonntag.

Drogenhandel ist ein Problem in Wien.  SN/APA (dpa/Symbolbild)/Patrick Ple
Drogenhandel ist ein Problem in Wien.

Nachdem sich Anrainer über den Drogenhandel in der Ziegelhofstraße in der Donaustadt beschwert hatten, legten sich Beamte des Landeskriminalamtes Wien gemeinsam mit der Polizeidiensthundeeinheit Samstagvormittag auf die Lauer. Dabei beobachteten sie einen 27-jährigen Mann, der Drogen verkaufte. Als die Polizisten den Verdächtigen festnehmen wollten, wehrte sich dieser heftig. Er fügte zwei Beamten einen Handbruch bzw. einen Sehnenriss zu. Erst ein Diensthund konnte den Mann stoppen. Bei ihm wurden 80 Gramm Heroin und ca. 15 Gramm Kokain sichergestellt.

Am Abend ging der Polizei am Schottenring ein weiterer Drogendealer ins Netz. Der 37-Jährige bot gerade Suchtgift potenziellen Kunden an, als ihn die Beamten entdeckten. Als er die Polizisten sah, begann er, die in seinem Mund befindlichen Kokain-Kugeln zu schlucken. Er wurde festgenommen und nach ärztlicher Untersuchung in Haft genommen.

Beamte der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität nahmen ebenfalls am Samstag acht weitere Suchtgifthändler fest. Die Einsätze erfolgten in der Schüttelstraße und am Praterstern in der Leopoldstadt sowie am Lerchenfelder Gürtel in Ottakring. Alle Verdächtigen hatten Cannabis und Cannabisharz in Straßenverkaufsmengen und kleinere Bargeldbeträge bei sich, berichtete die Polizei.

Quelle: APA

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