Österreich

Reisebus in Tirol nach Kollision zehn Meter abgestürzt

Bei einem Unfall mit einem deutschen Reisebus sind am Freitagabend am Zirler Berg in Tirol (Bezirk Innsbruck-Land) zwei Personen schwer verletzt worden. Wie die Polizei berichtete, kollidierte der Bus mit dem Pkw einer 18-jährigen Deutschen, die aus bisher unbekannter Ursache auf die Gegenfahrbahn geraten war. Der Bus stürzte in der Folge rund zehn Meter über eine Böschung ab.

Die Pkw-Lenkerin und ihre mitfahrende Mutter mussten mit der Bergeschere aus dem Fahrzeug befeit werden. Sie wurden mit schweren Verletzungen in die Innsbrucker Klinik beziehungsweise in das Klinikum Garmisch eingeliefert. Von den 26 Businsassen erlitten zwölf Personen leichte Verletzungen.

Die 18-jährige Deutsche war gegen 18.30 Uhr auf der Seefelder Straße am Zirler Berg talwärts unterwegs, als sie in einer Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn geriet und mit dem bergwärts fahrenden Bus kollidierte, der von einem 49-jährigen Deutschen gelenkt wurde. Nach dem Zusammenstoß rollte der Reisebus auf der stark abschüssigen Straße rückwärts, stieß gegen drei nachfolgende Pkw und rollte schließlich über den Fahrbahnrand hinaus über eine Böschung. Nach rund zehn Metern wurde der Bus von Bäumen gebremst und kam zum Stillstand.

Die Freiwilligen Feuerwehren Zirl und Reith bei Seefeld sowie die Berufsfeuerwehr Innsbruck waren mit insgesamt 78 Mitgliedern und 15 Fahrzeugen ausgerückt. Zudem waren sieben Notärzte, 67 Rettungskräfte und 25 Polizisten im Einsatz. Die Totalsperre der Straße konnten am Samstag gegen 3.30 Uhr aufgehoben werden.

Mittlerweile sind alle Insassen des Busses wieder in ihre Heimat nach Deutschland zurück gekehrt. "Allen geht es durchwegs gut", sagte Philipp Hörmann, Geschäftsführer des Reiseunternehmens, im Gespräch mit der APA. Ein Ersatzbus habe die 26 Reisegäste zurück nach Augsburg gebracht. Der Busfahrer wolle sich noch einmal von seinem Arzt "durchchecken" lassen, meinte Hörmann. Aber auch er mache einen "gefassten Eindruck". "Wir sind noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen", zeigte sich der Geschäftsführer erleichtert.

Der 49-jährige Busfahrer habe während des Absturzes versucht, das Fahrzeug so gut es ging parallel zur Fahrbahn zu halten, berichtete Hörmann. So habe er ein Umkippen des Busses verhindern können. Die Ermittlungen und Erhebungen der Polizei seien noch im Laufen, sagte ein Sprecher der Exekutive zur APA.

Quelle: APA

Aufgerufen am 19.09.2018 um 11:14 auf https://www.sn.at/panorama/oesterreich/reisebus-in-tirol-nach-kollision-zehn-meter-abgestuerzt-914965

Schlagzeilen