Österreich

Rotkreuz-Delegierte starteten Ukraine-Einsatz

Das internationale Rote Kreuz hat bereits einen humanitären Großeinsatz gestartet, um den Betroffenen des Konflikts in der Ukraine zu helfen. Am Freitag entsendete auch das Österreichische Rote Kreuz Delegierte. Der Oberösterreicher Georg Ecker wird mit einem Assessment Team vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) geschickt, um in weiterhin zugänglichen Gebieten in der Ukraine den Hilfsbedarf in der Wasserversorgung zu evaluieren.

"Mein Team wird sich im Westen in der Grenzregion aufhalten. Für uns hat jetzt oberste Priorität, Geflüchtete mit Wasser zu versorgen. Dann helfen wir weiter östlich, wo die Wasserversorgung durch den Konflikt unterbrochen wurde. Natürlich gehe ich mit dem nötigen Respekt in so einen Einsatz - aber die Menschen brauchen uns jetzt, mit jeder Stunde verschlimmert sich die Lage vor Ort", sagte Ecker.

Die Salzburgerin Lidwina Dox wird von Budapest aus die Hilfe für Menschen auf der Flucht organisieren, dabei aber auch in den betroffenen Ländern unterwegs sein, um sich mit den nationalen Rotkreuzgesellschaften abzustimmen. Der Wiener Martin Krottmayer soll in Brüssel als Schnittstelle zur Europäischen Union wichtige Abstimmungsarbeit in den Bereichen Organisation, Finanzierung und Zivilschutz übernehmen.

Zusätzlich zur Experten-Entsendungen schickt das Österreichische Rote Kreuz auch Hilfslieferungen im Wert von über zwei Millionen Euro in die Ukraine und die Nachbarländer für Menschen in Not. Am Mittwoch ist der erste Lkw mit 3.500 Decken für Menschen in der Grenzregion Uschgorod angekommen. Weiter Lieferungen von 33.000 Hygienekits, 500 Feldbetten, weiteren Decken sowie Zelten sind in Vorbereitung. "Dabei steht das Rote Kreuz im ständigen Austausch mit den Rotkreuz-Gesellschaften der Ukraine und deren Nachbarstaaten und erhält dadurch detaillierte Informationen was genau vor Ort gebraucht wird", hieß es.

Bei der Verabschiedung wäre auch die Anwesenheit von Bundespräsident Alexander Van der Bellen vorgesehen gewesen. Das Staatsoberhaupt hatte allerdings Kontakt zu einer später positiv auf das Coronavirus getesteten Person und nimmt daher vorsichtshalber vorerst keine öffentlichen Termine wahr.

Auch andere Hilfsorganisation schickten Hilfsmittel in die Region. Die österreichische Caritas brachte 50 weitere Paletten mit Babynahrung, Hygieneprodukten und Lebensmitteln auf den Weg. In Kooperation mit "Nachbar in Not" seien zusätzliche Hilfslieferungen in Vorbereitung. Die Volkshilfe startete zwei Sattelschlepper voll mit Lebensmittel, Hygieneartikeln, medizinische Produkten und Unterlegmatten und Kinderschlafsäcke nach Czernowitz.

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