Österreich

Rund eine Million Festmeter Schadholz in Kärnten

Die Aufräumarbeiten nach der Unwetterkatastrophe in Kärnten sind auch am Sonntag vorangeschritten. Der provisorisch eingerichtete Damm oberhalb von Rattendorf wurde geschlossen, die Gail im Kärntner Bezirk Hermagor fließt somit wieder in ihrem ursprünglichen Flussbett. "Unser Experiment ist gelungen. Ich habe fast Glücksgefühle", sagte Bezirkshauptmann Heinz Pansi zur APA.

Laut einer Aussendung des Bundesheers haben in den vergangenen Tagen Blackhawk-Hubschrauber 80 Panzerigel und 220 mit Schotter gefüllte "Big Bags" an die Schadstelle geflogen und in Präzisionsarbeit eingesetzt. Auf diese Weise ist es den Soldaten gelungen, den gebrochenen Damm in Waidegg provisorisch abzudichten. Nun wird noch ein Erdwall angeschüttet.
Die Arbeiten waren gefährlich. Um Schaulustige abzuhalten, musste die Bezirkshauptmannschaft Hermagor eine Sperrzone rund um die Waidegger Brücke einrichten. "Seit heute 8.00 Uhr fließt die Gail wieder in ihrem ursprünglichen Flussbett", berichtete Bezirkshauptmann Pansi. Weitere Absicherungsarbeiten waren geplant. Auch andere Aufräum- und Sicherungsarbeiten entlang des Flusslaufs liefen weiter.

Zufahrten ins Lesachtal sind noch gesperrt

Die Landesforstdirektion spricht laut ORF von einer geschätzten Schadholzmenge von einer Million Festmetern. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren verursachte das Sturmtief "Paula" "ein Schadausmaß von 1,8 Millionen Festmeter, rund 5000 Hektar waren betroffen. Dieses Ausmaß werden wir hoffentlich nicht erreichen, aber weit entfernt sind wir davon nicht", sagte Landesforstdirektor Christian Matitz.

Weiters wurde an den Straßen gearbeitet. Die Zufahrten ins Lesachtal sind aber noch nicht fertig und bleiben bis auf weiteres für den allgemeinen Verkehr gesperrt. Ein Stück der Plöckenpass-Straße wird voraussichtlich im Laufe des Tages freigegeben werden können, sagte Pansi. Die Straße bis zur Passhöhe bleibt aber weiterhin zu.

In Sachen Stromversorgung gab es Erweiterungen. "Nach und nach werden Höfe dazugeschalten", erklärte der Bezirkshauptmann. Die Arbeiten seien in vollem Gange, noch sei das Wetter trocken. Einen genaueren Überblick werde es voraussichtlich am Montag geben, wenn sich der Krisenstab um 8.30 Uhr trifft.

Quelle: APA

Aufgerufen am 26.01.2020 um 06:01 auf https://www.sn.at/panorama/oesterreich/rund-eine-million-festmeter-schadholz-in-kaernten-59851543

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