Salzburg

Coronavirus: Kranker Fußballfan war in Salzburg im eigenen Fansektor

Jener Fußballfan aus Frankfurt, der in der Vorwoche mit dem Coronavirus nach Salzburg gereist ist, hat sich beim Europa-League-Spiel gegen Red Bull im Fansektor der eigenen Mannschaft aufgehalten. Ein längerer Kontakt mit Stadionbesuchern außerhalb des Frankfurter Fanbereichs könne weitestgehend ausgeschlossen werden, teilte die Stadt Salzburg am Dienstagnachmittag mit.

Desinfizieren steht auf der Tagesordnung.  SN/APA/dpa/Fabian Strauch
Desinfizieren steht auf der Tagesordnung.

Demnach war der Mann im Stadion in der Gruppe der Frankfurter Ultras dabei. Das habe über Zusammenwirken verschiedener Behörden eruiert werden können und sei vom Betroffenen mittlerweile selbst bestätigt worden. Der auswärtige Fanbereich ist durch ein Gitter vom übrigen Stadionbereich abgegrenzt. Zudem gilt eine Übertragung des Virus im Freien den Amtsärzten zufolge eher als unwahrscheinlich.

Der betroffene Mann war am 26. Februar mit dem Zug aus Hessen angereist. In Salzburg nächtigte er zunächst im Hotel Meininger. Weil das Fußballspiel wegen der Sturmwarnung dann von Donnerstag auf Freitag verschoben wurde, blieb er eine zweite Nacht in Salzburg und nächtigte im Yoho Hostel. Noch vor Ausbruch der Krankheit fuhr der Mann wieder heim.

Als die Behörden von Deutschland über die Erkrankung des Fußballfans informiert wurden, wurden am Montag in den beiden Hotels insgesamt 18 Hotelangestellte, die in engerem Kontakt mit dem Mann gewesen sein dürften, vorsorglich unter Quarantäne gestellt. Zudem wurden in den Häusern entsprechende Reinigungsarbeiten durchgeführt.

Weitere neun Verdachtsfälle im Bundesland Salzburg

Der Landessanitätsdirektion wurden am Dienstag weitere neun Verdachtsfälle aus dem gesamten Landesgebiet gemeldet. Das teilte das Land Salzburg in einer Aussendung mit. In 15 Fällen laufen demnach die Tests, insgesamt 14 Proben wurden am Dienstag negativ getestet.

Der in Fusch an der Glocknerstraße positiv getestete 48-jährige Mann wird nach wie vor am Landeskrankenhaus Salzburg behandelt. Die Erkrankung dürfte bei ihm schwerer verlaufen. Seine 36-jährige Lebensgefährtin hingegen, eine Wienerin, befindet sich nach wie vor in häuslicher Quarantäne im Pinzgau.

Ein neues Update gibt es nach Information des Landes am Mittwoch im Laufe des späten Nachmittags. Aktuelle Informationen finden Sie immer unter www.salzburg.gv.at/corona-virus. Dort befindet sich unter anderem eine Checkliste für Unterkunftgeber, erstellt von der Salzburger Land Tourismus Gesellschaft in Abstimmung mit der Landessanitätsdirektion sowie ein Infoblatt für Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet.

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