Österreich

Salzburg ist Fahrrad-Spitzenreiter Österreichs

Trotz Schnürlregen: In Salzburg haben 86 Prozent der Bevölkerung ein Fahrrad. Das Bundesland ist damit auf Platz eins eines VCÖ-Rankings.

Symbolbild. SN/ratzer
Symbolbild.

In drei von vier Haushalten in Österreich ist mindestens ein Fahrrad zu finden, berichtete der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) am Freitag. Spitzenreiter im Bundesländer-Vergleich ist Salzburg mit 86 Prozent. Da im März viele nach einer Winterpause in die Fahrradsaison starten, rät der VCÖ zu einer umfangreichen Wartung des Rades.

Mit den steigenden Temperaturen nimmt auch die Zahl der Radfahrerinnen und Radfahrer im Straßenverkehr wieder zu. Österreichs Haushalte sind gut mit Fahrrädern ausgestattet. Laut Statistik Austria besitzen 77 Prozent der Haushalte zumindest ein funktionstüchtiges Fahrrad, jeder zweite Haushalt hat sogar zwei oder mehr Fahrräder.

Das Bundesländer-Ranking des VCÖ führt mit 86 Prozent Salzburg an. Den zweiten Platz belegen ex aequo Vorarlberg und Oberösterreich mit jeweils 83 Prozent, knapp dahinter folgt Niederösterreich (82 Prozent).

Im März beginnt für viele in Österreich die Fahrradsaison. Während im Februar noch 69 Prozent der Radfahrer pausieren, sind es im März nur mehr 35 Prozent, wie eine vom VCÖ beauftragte repräsentative Umfrage des Instituts Integral im Vorjahr ergab. Im Frühjahr treten bereits 30 Prozent der Österreicher wieder regelmäßig in die Pedale, weitere 34 Prozent zumindest ab und zu. Die Zunahme des Radverkehrs lasse sich auch bei den Radverkehrszählstellen beobachten. In Wien war in den vergangenen drei Jahren die Zahl der Radfahrerinnen und Radfahrer im März um rund zwei Drittel höher als im Februar, zeigte eine Analyse des VCÖ.

Nach der langen Winterpause empfiehlt der VCÖ, das Fahrrad einem Service in einem Fachgeschäft zu unterziehen. "Nur die Reifen aufpumpen reicht nicht aus", sagte VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Beim Fahrrad-Check müssen u.a. auch die Funktionstauglichkeit von Beleuchtung und Bremsen, die Einstellung des Sattels, die Ölung der Kette und die Reflektoren überprüft werden.

Materialschäden werden beim Service rechtzeitig erkannt. Regelmäßige Wartung verlängert außerdem die Lebensdauer des Fahrrads und kann teure Reparaturen vermeiden.

Der VCÖ sieht großes Potenzial für mehr Radverkehr ist in Österreich. Vier von zehn Autofahrten seien kürzer als fünf Kilometer, jede fünfte Autofahrt sei kürzer als zweieinhalb Kilometer. "Vielerorts scheitert das Radfahren im Alltag nicht am inneren Schweinehund, sondern an mangelnder Infrastruktur. Hier ist die Verkehrspolitik gefordert, die Bedingungen zum Radfahren zu verbessern", betonte Gratzer. So brauche es sichere Radverbindungen zwischen Siedlungen und dem nächstgelegenen Ort. In den Ballungsräumen seien Radschnellwege sehr wirksam, um die Zahl der Radfahrer zu erhöhen.

Quelle: APA

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