Österreich

Schwere Schäden durch Unwetter in Steiermark

Schäden im Ausmaß von mehreren Millionen Euro haben die Unwetter vom Dienstagabend in der Steiermark, vor allem im Bezirk Murtal, verursacht. In vier Gemeinden wurde Katastrophenalarm ausgegeben.

Ein Güterzug entgleiste, in der Oststeiermark wurde ein Jägerehepaar auf einem Hochstand vom Blitz getroffen, kam aber mit leichten Verletzungen davon. Laut Landesfeuerwehrverband waren 100 Feuerwehren mit rund 1.000 Leuten im Einsatz, die Aufräumarbeiten dauerten am Mittwoch noch an. Exakt 22.109 Blitze zur Erde hat ALDIS, das österreichische Blitzortungssystem, bis am Mittwoch um 2.00 Uhr - über Österreich gezählt.

Bis zu 177 Liter Niederschlag pro Quadratmeter wurden binnen eineinhalb Stunden im Bereich Obdach gemessen. Über die vier Gemeinden Amering, Eppenstein, Obdach und St. Anna wurde von der Behörde die Katastrophe festgestellt. Seitens des Bundesheeres wurde Mittwochvormittag ein Erkundungsflug durchgeführt. Laut Kurt Kalcher, Leiter der Katastrophenschutzabteilung, wurde Assistenz angefordert, vor allem für die Sicherung und Errichtung von beschädigten bzw. weggerissenen Brücken.

Der Granitzenbach war im Bereich Obdach und Weißkirchen aus den Ufern getreten, zahlreiche Gebäude wurden zum Teil stark beschädigt. Garagen und Wirtschaftsgebäude sind weggerissen worden. In Kathal musste eine Familie aus ihrem Wohnhaus geborgen und evakuiert werden.

In Eppenstein entgleiste ein Güterzug, weil der Gleiskörper samt Bahndamm weggeschwemmt worden war. Zwei Waggons sprangen aus den Schienen und stürzten um. Die am Mittwoch eingeleitete Bergung der beiden Loks und der Waggons erwies sich als besonders schwierig. Den Schaden bezifferte ÖBB-Sprecher Christoph Posch mit "in die hundertausende Euro gehend".

Auch in Graz hatte die Feuerwehr Hochbetrieb. Knapp 60 Alarme gingen ein, umgestürzte Bäume waren zu entfernen und Tiefgaragen auszupumpen. Das Dach des Landestierheimes wurde beschädigt und musste mittels Planen gesichert werden.

Auch im Kärntner Lavanttal werden die Aufräumarbeiten nach den Überflutungen und Murenabgängen am Dienstagabend noch mehrere Tage dauern. Mehr als 300 Feuerwehrleute waren im Dauereinsatz, der Sachschaden ist hoch, verletzt wurde aber niemand.

Quelle: APA

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