Österreich

Schwuler Polizist wird für Diskriminierung entschädigt

Ein heute 77-Jähriger wurde 1976 wegen seiner Homosexualität aus dem Polizeidienst entfernt. Nach zehn Jahren Kampf bekam der Mann nun vom europäischen Höchstgericht recht.

Homosexualität war bei der Polizei lange Zeit ein Dienstvergehen. SN/apa
Homosexualität war bei der Polizei lange Zeit ein Dienstvergehen.

Im Jahr 1976 hat ein hoch dekorierter 32-jähriger Wiener Revierinspektor eine "der denkbar schwersten Pflichtverletzungen begangen". Das befand die damalige Disziplinarkommission der Bundespolizeidirektion. Weiter hieß es in der Begründung: "Es steht außer Frage, dass Homosexuelle in den Reihen der Sicherheitsexekutive für diese an sich schon eine arge Belastung darstellen (...) Ein Mann, dessen homosexuelle Neigungen schon bekannt sind, würde wohl kaum Aufnahme bei der Sicherheitswache finden!" Herr B. wurde zu drei Monaten Gefängnis, verschärft durch einen Fasttag monatlich, verurteilt. Aus dem aktiven Polizeidienst musste er ausscheiden.

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