Österreich

Siebeneinhalb Jahre für 30-Jährigen nach Juwelier-Überfall

Im Grazer Straflandesgericht ist am Montag ein 30-Jähriger zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann soll Mitglied der Pink-Panther-Bande sein und vor knapp zwei Jahren mit Komplizen in Graz einen Juwelier überfallen haben. Weil er einen Blumenstrauß in der Hand hielt, öffneten ihm die Angestellten die Türe, die aus Sicherheitsgründen immer versperrt ist.

Vier Männer hatten am 10. Februar 2015 das Grazer Traditions-Schmuckgeschäft Schullin in der Innenstadt überfallen, nachdem sie sich mit dem Blumenstrauß-Trick Einlass verschafften. Bei dem Blumenlieferanten soll es sich um den 30-jährigen Angeklagten handeln, der aber schon am ersten Verhandlungstag bestritten hatte, der Täter zu sein. Er sehe dem Räuber zwar ähnlich, aber er sprach davon, dass die Polizei alles konstruiert habe.

Bei dem Überfall wurden 129 Uhren im Gesamtwert von rund 767.000 Euro und etwas Bargeld geraubt. Der Beschuldigte war nicht maskiert und wurde von Zeugen mit einiger Sicherheit wiedererkannt. Außerdem gab es ein Überwachungsvideo, wo nach Meinung der Anklage der 30-Jährige zu sehen ist. Der Beschuldigte hatte von Anfang an alles geleugnet, in seinem Schließfach fanden sich 200.000 Euro, über deren Herkunft er nicht schlüssig Auskunft geben konnte.

Nach mehreren Verhandlungsrunden gab es nun ein Urteil, der 30-Jährige muss siebeneinhalb Jahre hinter Gitter. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Quelle: APA

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