Österreich

SP-NÖ will geplante Fischotter-Tötung im Landtag diskutieren

Die geplante Tötung von 40 Fischottern bis Sommer 2018 in Niederösterreich lässt die Wogen weiter hochgehen. Für diese streng geschützte Tierart müsse der Ansatz "Prävention vor Tötung" gelten, meinen die Sozialdemokraten. Sie wollen die Causa im Rahmen einer Aktuellen Stunde in der Sitzung des NÖ Landtags am kommenden Donnerstag diskutieren.

Der geltende Artenschutz dürfe nicht außer Kraft gesetzt werden, betonte Tierschutzsprecherin LAbg. Heidemaria Onodi (SPÖ) zu der von Landesrat Stephan Pernkopf (ÖVP) verfügten temporären Erlaubnis, die Zahl der Fischotter zu reduzieren. Gleichzeitig sei aber den betroffenen Teichwirten bei Präventionsmaßnahmen unter die Arme zu greifen - etwa durch Förderung von Zaunanlagen - und wirtschaftlich festgestellte Schäden müssten erhöht gefördert werden. "Ein umfassendes Monitoring der Fischotterentwicklung über die nächsten drei Jahre ist ein positiver erster Schritt, um eine Entscheidungsgrundlage zu bekommen und alternative Lösungen auszuloten", so Onodi am Donnerstag.

Die SPÖ NÖ appelliere an die ÖVP, sich nicht zu "emotional getriebenen Schnellschüssen" hinreißen zu lassen. Man sollte sich an einen Tisch mit Experten, Betroffenen und Tierschutzorganisationen setzen und einen weiterführenden Maßnahmenkatalog bzw. Lösungen erarbeiten. "Für die SPÖ NÖ gilt: Die Tötung kann keine Alternative sein, bevor nicht alle präventiven Maßnahmen ausgeschöpft sind", erklärte Klubobmann Alfredo Rosenmaier. Jede Fraktion sei aufgefordert, sinnvolle Maßnahmen vorzuschlagen.

Quelle: APA

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