Sind alle Frauen Sportmuffel?

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Standpunkt Fritz Pessl

Im Sport ist die Männerwelt noch in Ordnung. Oder anders gesagt: Man(n) fühlt sich im Funktionärswesen in das vergangene Jahrhundert zurückversetzt. In eine Zeit, da hinter gepolsterten Türen gemauschelt und ganz im männlichen Korpsgeist das Geld gönnerhaft untereinander aufgeteilt wurde. Man(n) möge sich auf der Zunge zergehen lassen, was der Rechnungshof festgestellt hat: Sämtliche Organe nach dem Bundessportförderungsgesetz sind mit Männern besetzt - die beiden Geschäftsführer, sechs Aufsichtsräte und alle zwölf Mitglieder der Kommissionen der neuen Bundes-Sport GmbH. Der Frauenanteil im Sportministerium liegt für die Sektions- und Gruppenleitungen bei null Prozent. Da passt ins Bild, dass Österreichs Sporthilfe ihre Förderrichtlinien jüngst zulasten von Spitzensportlerinnen abgeändert hat. Damen müssen demnach mehr Spitzenplätze erbringen als Herren, um öffentliche Gelder zu kriegen. Wie wird Winston Churchill gern zitiert? "Sport ist Mord." Und so was Grausliches will Mann den Frauen nicht antun.

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