Österreich

Starkes Reisewochenende: Tunnel-Sperre wegen Putin-Besuch

Das wohl stärkste Reisewochenende des Sommers steht bevor: Zum Beginn der Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg kommt eine Sperre des Karawanken-Tunnels am Samstag hinzu.

Starkes Reisewochenende: Tunnel-Sperre wegen Putin-Besuch SN/robert ratzer
Ein verkehrsreiches Wochenende steht bevor. (Symbolbild)

Autofahrer müssen Richtung Adria und retour auf den Autobahnen in Österreich und Deutschland mit langen Verzögerungen rechnen, hieß es in einer ÖAMTC-Aussendung. Der Karawanken-Tunnel und in weiterer Folge in Slowenien die Autobahnverbindung Karawanken-Tunnel - Ljubljana wird am Samstag tagsüber immer wieder gesperrt und sollten gemieden werden. Grund dafür ist der Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Slowenien. Ausweichen kann man großräumig über Italien. Der Kreml-Chef wird am auf dem Vrsic-Pass bei Kranjska Gora an einer Gedenkfeier für im Ersten Weltkrieg bei einem Lawinenabgang getötete russische Kriegsgefangene teilnehmen. Der Besuch findet unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen statt.

Die Sperre des Karawanken-Tunnels ist für mehrere Stunden anberaumt, derzeit ist von Seiten der Slowenen die Sperre für 11 Uhr festgesetzt, sie soll erst um 18 Uhr wieder aufgehoben werden. In Slowenien selbst soll die gesamte Autobahn zwischen Laibach und der Staatsgrenze inklusive des Laibacher Nordrings gesperrt werden. Die Asfinag stellt als Reisevorbereitung 150 Webcams aus Slowenien zur Verfügung, um Autofahrer über die aktuelle Verkehrslage auf dem Laufenden zu halten. "Die Webcams aus Slowenien sind seit kurzem online. Damit verbessern wir unseren Verkehrsservice für die Kundinnen und Kunden deutlich - vor allem vor dem Hintergrund der geplanten Sperre des Karawanken-Tunnels", sagt Asfinag-Geschäftsführerin Gabriele Lutter.

Viele Verbindungen in Österreich stark belastet

Laut ÖAMTC muss ebenso auf der A9 südlich von Graz wegen des Zustroms zum dortigen Lake-Festival am Schwarzlsee und in Slowenien am Ende der Autobahn A4 bei Ptuj mit langen Staus gerechnet werden. Auch viele andere Verbindungen in Österreich werden am kommenden Wochenende stark belastet sein. Laut ÖAMTC-Stauberater Herbert Thaler weicht man der Sperre des Karawanken-Tunnels und den Staus am besten aus, indem man die Urlaubsfahrt auf Sonntag verlegt. Auch der ADAC riet Reisenden, wenn möglich erst nach dem Wochenende die Fahrt in den Urlaub anzutreten. Hinzu kommt in Deutschland, dass es derzeit 98 Baustellen auf einer Länge von insgesamt 250 Kilometern gibt - so viele wie noch nie.

Quelle: SN

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