Österreich

Steirer unter Mordverdacht: Obduktion ergab Erstickungstod

Nach einem vermeintlichen Selbstmord in der Oststeiermark, der möglicherweise ein Mord war, bleibt der Verdacht gegen den Ehemann der toten Frau auch nach der Obduktion aufrecht. Die Gerichtsmedizin erkannte einen Erstickungstod, fand aber keine Strangulationsspuren. Der 37-Jährige leugnet eine Täterschaft. Er brachte dafür eine fremde Person als möglichen Täter ins Spiel.

Die 30-jährige Oststeirerin war vergangene Woche tot im Heizraum des Wohnhauses der Familie im oststeirischen Kirchberg an der Raab (Bezirk Südoststeiermark) entdeckt worden. Sie hatte ein Kabelteil um den Hals, der Rest hing von einem Wasserrohr. Der Ehemann meinte, er habe sie erhängt gefunden und das Kabel durchtrennt, um sie herunterzuholen. An seinen Angaben hatten die Ermittler aber rasch Zweifel, weshalb eine Obduktion angeordnet worden war. Das Ergebnis lag am Montag vor und brachte Abweichungen von den Angaben des Ehemannes. "Laut dem vorläufigen, mündlichen Obduktionsergebnis ist die Frau erstickt, es gab aber keine Strangulationsmale", schilderte Christian Kroschl von der Staatsanwaltschaft Graz am Montag auf APA-Anfrage.

Der 37-jährige Oststeirer hatte bei der Vernehmung gegenüber den Ermittlern angegeben, er schließe nicht aus, dass eine fremde Person im Haus war und für den Tod verantwortlich sein könnte. Unklar ist aber noch, ob das eine reine Schutzbehauptung des Ehemannes ist. Das Paar lebte offenbar in Scheidung. Die Frau soll geplant haben, zusammen mit den beiden gemeinsamen Kindern im Volksschulalter auszuziehen. Nun sind die Kleinen bei den Großeltern und werden vom Kriseninterventionsteam betreut. Über den 37-Jährigen könnte noch am Montag, spätestens aber am Dienstag eine Untersuchungshaft verhängt werden.

(APA)

Aufgerufen am 25.11.2017 um 04:57 auf https://www.sn.at/panorama/oesterreich/steirer-unter-mordverdacht-obduktion-ergab-erstickungstod-74818

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