Österreich

Steirischer Arzt soll eigene Kinder gequält haben

Ein steirischer Arzt muss sich wohl demnächst vor dem Grazer Straflandesgericht wegen Quälens seiner eigenen Kinder verantworten. Der Mann soll seinen Nachwuchs über Jahre hinweg beleidigt, gedemütigt und seelischem Stress ausgesetzt haben. Der Mediziner soll auch mit Selbstmord gedroht und sich selbst Verletzungen zugefügt haben, welche die Kinder verarzten mussten.

Die Staatsanwaltschaft Graz bestätigte einen Bericht der "Kleinen Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe), wonach gegen den praktischen Arzt ein Strafantrag eingebracht wurde. Er soll seine Kinder oftmals körperlichen und seelischen Qualen ausgesetzt haben. Das Selbstwertgefühl der Sprösslinge habe dadurch gelitten. Er gab demnach den drei Töchtern und dem Buben die Schuld an der Scheidung von der Mutter und zwang sie angeblich, verdorbene Lebensmittel zu essen. Der Mediziner soll den Kindern auch Schläge auf den Hinterkopf und Ohrfeigen versetzt haben. Laut Gutachter haben die Kinder Dauerfolgen in Form schwerer psychischer Leiden.

Gegenüber der "Kleinen Zeitung" meinte der Arzt, dass seine Ex-Frau hinter den Vorwürfen stecke. Die Mutter widersprach der Anschuldigung ihres Ex-Mannes, sie schenke den Berichten ihrer Kinder Glauben. Ermittlungen gegen den Mediziner wegen einer angeblichen Vergewaltigung einer Patientin wurden indes eingestellt, sagte am Mittwoch Staatsanwalt Hansjörg Bacher. Ein Verhandlungstermin stand vorerst nicht fest.

Quelle: APA

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