Österreich

Tempo-140-Teststrecke im Burgenland für Hofer denkbar

Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) hat am Samstag eine Tempo-140-Teststrecke im Burgenland als "durchaus denkbar" bezeichnet. Dem am Vortag von ARBÖ-Präsident Peter Rezar unterbreiteten Vorschlag stehe er positiv gegenüber. Rezar hält sowohl das Teilstück Wulkaprodersdorf - Mattersburg auf der S31 als auch den Abschnitt Münchendorf - Müllendorf auf der Südostautobahn (A3) für geeignet.

Hofer rechnet mit der Bekanntgabe der neuen Testrecken Ende März SN/APA/ROLAND SCHLAGER
Hofer rechnet mit der Bekanntgabe der neuen Testrecken Ende März

"Ich freue mich, einerseits von Verkehrslandesräten und andererseits auch vom Verkehrsklub ARBÖ Unterstützung zu erhalten. Die eingebrachten Vorschläge werden selbstverständlich weitergegeben und ebenfalls geprüft", betonte Hofer in einer Aussendung. Wo sich die nächsten Teststrecken befinden werden, lasse sich allerdings noch nicht sagen. Es gehe um strenge Kriterien, die erfüllt werden müssten.

Weil die Sicherheit der Autofahrer Priorität habe, werde es "auch bei den weiteren Autobahnabschnitten keine übereilten Entscheidungen geben", sagte Hofer. "Erst wenn die Asfinag und die beauftragten externen Experten Grünes Licht geben, wissen wir, wo in Zukunft noch 140 gefahren werden darf." Der Minister rechnet mit der Bekanntgabe der neuen Testrecken Ende März.

Die burgenländischen Grünen kritisierten unterdessen die Vorschläge von Hofer und Rezar. Eine derartige Maßnahme stehe im Widerspruch zu allen Klimaschutzansagen, die von der Bundes- und von der Landesregierung zu hören seien. Die Grüne Landessprecherin Regina Petrik fügte hinzu: "Noch dazu befindet sich die 140er-Teststrecke in unmittelbarer Nähe eines Abschnittes, wo die Bevölkerung wegen der Lärmbelastung (...) ohnehin schon auf die Barrikaden geht."

Quelle: APA

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