Österreich

Tierquälerei-Verdächtigen in Kärnten bleibt Prozess erspart

Nach Tierquälerei-Vorwürfen wegen Vorgängen in einem Südkärntner Schweinemastbetrieb haben nun alle acht Beschuldigten - sechs Personen und zwei Firmen - eine Diversion erhalten. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Klagenfurt bestätigte am Montag auf APA-Anfrage einen Bericht der "Kleinen Zeitung", wonach in dem Fall keine Anklage erhoben wird.

Tierschützer waren im Juli 2017 mit Vorwürfen gegen den Betrieb an die Öffentlichkeit gegangen. 600 Tiere seien damals ohne Einstreu am Betonboden gehalten worden, so der Verein gegen Tierfabriken (VGT). Videoaufnahmen zeigten, wie Schweine sich gegenseitig verletzten und töteten. Im Stall wären Körperteile toter Tiere herumgelegen, auch bei der Schlachtung sei es zu Quälereien gekommen, so die Tierschützer.

Insgesamt war gegen acht Personen und zwei Firmen ermittelt worden. Die Ermittlungen gegen zwei Mitglieder der Eigentümerfamilie waren eingestellt worden, sechs Personen und zwei Firmen erhielten nun Diversionen, die auch bereits bezahlt wurden. Über die Höhe der gezahlten Beträge gab es keine Information.

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