Österreich

Ungarische Einbrecher richteten 615.000 Euro Schaden an

Die oberösterreichische Polizei hat acht Einbrecher festgenommen, die in Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg einen Schaden von rund 615.000 Euro angerichtet haben sollen.

Ungarische Einbrecher richteten 615.000 Euro Schaden an SN/APA (dpa/Archiv)/Horst Ossinger
Bande auf Kellereinbrüche spezialisiert.

Die Bande war auf Kellereinbrüche spezialisiert. Das gab das Landeskriminalamt am Montag bekannt.

Auf die Spur der Tätergruppe kamen die Ermittler nach einem Einbruch am 17. August in Asten im Bezirk Linz-Land. Ein Bewohner eines Mehrparteienhauses alarmierte gegen 1.45 Uhr die Polizei: Er habe mehrere Personen im Bereich der Kellerabgänge beobachtet und ein Mann sei mit einem Fahrrad geflüchtet. Die Beamten entdeckten mehrere aufgebrochene Kellerabteile und leiteten sofort eine Fahndung mit mehreren Streifen ein.

Dabei ging ein verdächtiges Auto ins Netz. Drei der Insassen wurden festgenommen, andere Verdächtige konnten flüchten.

Bei den Einvernahmen stellte sich heraus, dass die aus Ungarn stammende Gruppe für in den davorliegenden Wochen verübte Kellereinbrüche in Salzburg, Oberösterreich und Niederösterreich infrage kam, bei denen über 200 Fahrräder gestohlen worden waren. Das Landeskriminalamt Oberösterreich übernahm die Leitung der Ermittlungen und nützte auch seine guten Kontakte zu den ungarischen Polizeibehörden. So konnten auch die weiteren mutmaßlichen Bandenmitglieder ausgeforscht und lokalisiert werden.

Ende September verdichteten sich die Hinweise, dass diese eine neuerliche Einbruchsfahrt nach Österreich planen würden. Die Kriminalisten leiteten Überwachungs- und Observationsmaßnahmen ein. Mit Erfolg: Am 29. September um 4 Uhr wurden in Stockerau im Bezirk Korneuburg in Niederösterreich fünf Ungarn mit 22 gestohlenen Fahrrädern geschnappt.

Nach dem nunmehrigen Abschluss der Ermittlungen werden der aus acht Mitgliedern bestehenden Gruppe etwa 500 Kellereinbrüche in Niederösterreich und Oberösterreich sowie einmal in Salzburg vorgeworfen, bei einigen blieb es beim Versuch. Sie sollen 350 Fahrräder, Skier und Skiausrüstung, Autoreifen sowie Werkzeug und Anglerzubehör im Wert von rund 550.000 Euro erbeutet und einen Sachschaden von etwa 60.000 Euro angerichtet haben. Sieben der acht Verdächtigen wurden in Linz in Untersuchungshaft genommen.

Quelle: APA

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