Österreich

Unzurechnungsfähige kurz nach Bluttat wieder in Freiheit

Jahrelange Unterbringung in einer Anstalt nach Bagatelldelikten. Ein Jahr Anhaltung nach einem Mord. Wie begründet sich die Vollzugsdauer von psychisch kranken Rechtsbrechern?

Für die Dauer der Unterbringung in Göllersdorf ist nicht die Schwere eines Delikts entscheidend, sondern die Prognose der Gefährlichkeit.  SN/fritz pessl
Für die Dauer der Unterbringung in Göllersdorf ist nicht die Schwere eines Delikts entscheidend, sondern die Prognose der Gefährlichkeit.

Für einen Normalbürger scheinen diese Entscheidungen von Richtern und Sachverständigen nicht nachvollziehbar. Im Jänner 2013 erstach eine junge Frau im Mühlviertel in Oberösterreich ihren vierjährigen Sohn. Die Lehrerin wurde in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen, sie hatte die Tat in einem Zustand der Unzurechnungsfähigkeit begangen.

Bereits ein Jahr nach dem Mord wurde die Frau aus dem Maßnahmenvollzug entlassen. Ihr Linzer Rechtsanwalt Andreas Mauhart erzählt: "Sie hatte vor der Tat ein Medikament verschrieben bekommen, in dem als ...

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