Österreich

Vermutungen nach Juwelier-Überfall in Wien

Nach dem Überfall auf einen Juwelier in Wien-Neubau am Montag tippt die Polizei auf eine serbische oder montenegrinische Tätergruppe. Die zumindest drei Täter stammen wohl aus dem Umfeld der "Pink Panther"-Bande.

Vermutungen nach Juwelier-Überfall in Wien SN/apa (archiv/newald)
Die Ermittlungen laufen.

Darauf deutet nicht zuletzt der Modus Operandi, ein Blitzraub mit Äxten, Schmuck und hochpreisige Uhren als Objekt der Begierde und einem gestohlenen Wagen als Fluchtauto, hin. Neue Erkenntnisse zu dem Coup gab es am Dienstag zunächst nicht. Die Ermittler hofften, im Laufe des Tages Fotos aus der Alarmkamera des Preziosenhändlers veröffentlichen zu können.

Kurz nach 11.00 Uhr waren drei Männer am Montag, ein Bewaffneter war unmaskiert, in das Verkaufslokal des Juweliers Böhnel in der Mariahilfer Straße 24 gestürmt. Die 62-jährige Angestellte, ihr Kollege sowie die anwesenden Kunden mussten sich auf den Boden legen. Die beiden mit Helmen und Bauoveralls getarnten Komplizen schlugen mit den Äxten auf die Vitrinen ein, rafften die Beute an sich und ließen vor der Flucht Beile sowie Helme zurück.

Vom Tatort aus rasten die Räuber mit einem silbernen Audi davon. Das Fluchtfahrzeug ließen sie in der Theobaldgasse in Mariahilf stehen und liefen zu Fuß davon.

Aufgrund von Parallelen in der Tatausführung wird von der Exekutive intensiv geprüft, ob der heutige Überfall mit zwei Coups im Februar und Mai zusammenhängt: Damals war jeweils der gleiche Juwelier in der Landstraßer Hauptstraße 2a im Gebäudekomplex des Hotel Hilton heimgesucht worden. Drei, bzw. zwei Männer hatten damals ebenfalls mit Äxten die Vitrinen zertrümmert und hatten sich mit ihrer Beute davon gemacht.

(APA)

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