Österreich

Viel Badelärm um nichts

Angebliche und tatsächliche sexuelle Übergriffe von Asylbewerbern in heimischen Freibädern erhitzten die Gemüter.

Viel Badelärm um nichts SN/sn
Der Sommer verlief in den Freibädern friedlich. Vorfälle mit Asylbewerbern konnte man an einer Hand abzählen.

"Es war ein sehr ruhiges Jahr." Christian Marchart wirft einen verklärten Blick auf zwei einsame Schwimmer, die im Wellenbecken wie Bojen auf- und abtanzen. Das Laaerbergbad, in dem Marchart als Betriebsleiter tätig ist, zählt zu den drei größten Freibädern Wiens. Bis zu 11.000 Wasserratten und Sonnenanbeter finden hier Platz. An diesem heißen Septemberfreitag sind es 400 - Zeit für eine Bilanz. "Probleme mit Asylbewerbern? Nein, überhaupt nicht. Das ist am Anfang der Saison ziemlich hochgespielt worden", sagt Marchart. Sogar über Security sei diskutiert worden. "Aber die kennen weder das Bad noch die Gäste." Die hitzig geführte Burkinidebatte lässt Marchart kalt: "Wir haben seit Jahren Gäste, die angezogen ins Becken gehen." Gewalt oder sexuelle Übergriffe: ebenfalls Fehlanzeige. "In den 1990ern war das anders. Da standen Massenschlägereien rivalisierender Gruppen auf der Tagesordnung. Aber seit 15 Jahren ist das hier das Paradies."

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