Österreich

Viel mehr Grapscher vor Gericht

Die Verschärfung des Paragrafen 218 scheint zu wirken: Im Vorjahr gab es fast doppelt so viele Anklagen wegen sexueller Belästigung als 2015.

Sexuelle Belästigung in der Öffentlichkeit hat zugenommen.  SN/fotolia
Sexuelle Belästigung in der Öffentlichkeit hat zugenommen.

Die Verschärfung des sogenannten Po-Grapscher-Paragrafen (§ 218 StGB) hat sich erstmals - und sehr deutlich - in der Jahresstatistik des Justizministe riums niedergeschlagen. Es war aber beileibe nicht der einzige klare Anstieg.

Doch der Reihe nach: Unsitt liche Berührungen, der Griff ans Gesäß, der Versuch eines unerwünschten Kusses - diese Delikte können seit 1. Jänner 2016 zu Verurteilungen führen. Im Vorjahr wurden laut Justizministe rium 1534 Fälle von der Staatsanwaltschaft geprüft. 2015, also vor der Verschärfung, waren es lediglich 1106. Noch eklatanter verhält es sich bei den Anklagen, bei denen sich der Wert von 2015 auf 2016 fast verdoppelte und von 241 auf 449 stieg. 152 Per sonen sind im Vorjahr nach dem Po-Grapscher-Paragrafen verurteilt worden, 43 mehr als 2015.

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