Österreich

Vier Wanderer in Vorarlberg aus Bergnot gerettet

Vier Wanderer sind in Vorarlberg im Kleinwalsertal aus Bergnot gerettet worden. Die beiden befreundeten Paare aus Deutschland verspäteten sich auf ihrer Wanderung und kamen in die Dunkelheit. Als der Hüttenwirt der Fiderepasshütte die vier Wanderer am Handy gegen 21.30 Uhr nicht mehr erreichen konnte, alarmierte er die Einsatzkräfte, informierte die Polizei am Freitag.

Die beiden Paare aus Süddeutschland waren gegen 14.00 Uhr am Dienstag zu ihrer Wanderung zur Fiderepasshütte aufgebrochen und wollten nach einer Übernachtung dort am Folgetag den Mindelheimer Klettersteig bewältigen. Die Gruppe startete in Riezlern (Kleinwalsertal), war aber schlecht vorbereitet: Die Deutschen verließen sich allein auf eine gespeicherte Route in einer Smartphone-App und verstiegen sich mehrfach, so dass es immer später wurde. Die Wanderung war in der App als anspruchsvoll und mit einer Dauer von 4,5 Stunden angegeben. Die vier Wanderer mussten laut Polizei immer wieder kleine Kletterstellen passieren.

Gegen 19.00 Uhr verständigten sie den Hüttenwirt, dass ihre Ankunft sich verspäten werde. Nach zwei Stunden im Bereich der Oberstdorfer Hammerspitze wurde es zunehmend dunkler. Die Gruppe, die ohne Lampen unterwegs war, kontaktierte erneut den Hüttenwirt, war aber noch mindestens eineinhalb Stunden Gehzeit von ihrem Ziel entfernt. Der Hüttenwirt riet den Wanderern darum, zur Walser Hammerspitze umzukehren. Als er sie jedoch am Handy nicht mehr erreichte, setzte er einen Notruf ab. Die Deutschen wurden von der Besatzung des Suchhubschraubers gegen 22.00 Uhr beim Gipfelkreuz der Walser Hammerspitze lokalisiert. Sie wurden unverletzt zu Tal geflogen und verbrachten die Nacht in einem Hotel in Mittelberg.

Quelle: APA

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