Österreich

"Weihnachtswunder" bei gewaltigem Felssturz in Tirol

Am Abend des 24. Dezembers hat ein gewaltiger Felssturz die Landesstraße in Valsertal (Bez. Innsbruck-Land) bis zu 50 Meter hoch verschüttet. Es kam niemand zu Schaden, allerdings bleiben in der Gemeinde Vals rund 130 Personen bis Mittwoch von der Außenwelt abgeschnitten. Mehrere Kinder entkamen dem Felssturz nur knapp, weswegen Tirols Landeshauptmann Platter von einem "Weihnachtswunder" sprach.

Einsatzkräfte vor Ort.  SN/APA/ZEITUNGSFOTO.AT
Einsatzkräfte vor Ort.
Ein riesiger Abriss.  SN/freiwillige feuerwehr st. jodok/vals
Ein riesiger Abriss.
Die Geröllmassen kamen Häusern gefährlich nahe.  SN/freiwillige feuerwehr st. jodok/vals
Die Geröllmassen kamen Häusern gefährlich nahe.
Aus der Vogelperspektive.  SN/APA/ZEITUNGSFOTO.AT
Aus der Vogelperspektive.
Die Felsen donnerten auf die Straße hinunter.  SN/APA/ZEITUNGSFOTO.AT
Die Felsen donnerten auf die Straße hinunter.
Dutzende Menschen können am Christtag nicht aus dem Tal.  SN/freiwillige feuerwehr st. jodok/vals
Dutzende Menschen können am Christtag nicht aus dem Tal.
Einsatzkräfte vor Ort.  SN/APA/ZEITUNGSFOTO.AT
Einsatzkräfte vor Ort.

Zahlreiche Häuser in der Gefahrenzone mussten evakuiert werden. Mehrere Weiler der Gemeinde Vals werden voraussichtlich noch bis Mittwoch von der Außenwelt abgeschnitten sein. Das Sperrgebiet hatten die Behörden im Laufe des Tages erweitert. Bei einem dritten Erkundungsflug mit dem Polizeihubschrauber zu Mittag beobachtete Tirols Landesgeologe Gunther Heißel, dass nach einer ruhigen Nacht der Berg wieder in Bewegung war. Es kam zu weiteren Felsabstürzen. Vorerst heißt es "abwarten", eine neuerliche Gefahrenabschätzung aus der Luft wird Dienstagvormittag erfolgen.

Damit blieb die Lage für die Betroffenen in Vals weiter angespannt. Am Vormittag hatte es noch geheißen, für die rund 80 Abgeschnittenen im hinteren Talbereich über den provisorischen Ausbau eines Forstweges die Erreichbarkeit wieder herzustellen. Durch die neue Lagebeurteilung zu Mittag war dies als zu riskant eingeschätzt worden. Außerdem blieb durch die Vergrößerung der Gefahrenzone zusätzlich für 50 Bewohner im Weiler Padaun vorläufig der Weg versperrt.

Zeitpunkt und Ausmaß des Felssturzes waren "nicht zu erwarten", sagte Landesgeologe Heißel gegenüber der APA. Geologisch und wetterbedingt sei es offensichtlich zu einer Verkettung mehrerer Umstände gekommen, die zu dem Naturereignis führten.

Nur wenige Minuten vor dem Felssturz hatten mehrere Kinder die Stelle auf dem Rückweg von der Christmette passiert. Bürgermeister Klaus Ungerank und Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) als Leiter des Krisenteams sprachen von einem "Weihnachtswunder".

(APA)

Aufgerufen am 25.04.2018 um 10:41 auf https://www.sn.at/panorama/oesterreich/weihnachtswunder-bei-gewaltigem-felssturz-in-tirol-22154719

Nach Felssturz in Tirol: Ersatzstraße bis Freitag

Nach einem Felssturz auf die Serfauser Straße (L19) in Tirol am Montag, durch den die drei Wintersportorte Serfaus, Fiss und Ladis (Bezirk Landeck) kurzfristig nicht erreichbar waren, wird derzeit intensiv an …

Meistgelesen

    Video

    Nach Felssturz in Tirol: Ersatzstraße bis Freitag
    Play

    Nach Felssturz in Tirol: Ersatzstraße bis Freitag

    Nach einem Felssturz auf die Serfauser Straße (L19) in Tirol am Montag, durch den die drei Wintersportorte Serfaus, Fiss und Ladis (Bezirk …

    Kommentare

    Schlagzeilen