Österreich

Weniger Corona-Neuinfektionen, aber wieder mehr als 100 Tote

Während sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Österreich stabilisiert, sind in den vergangenen 24 Stunden wieder mehr als 100 Tote gemeldet worden. Seit Donnerstagvormittag kamen 6.668 neue Fälle hinzu. Im gleichen Zeitraum starben 108 Menschen an den Folgen einer Infektion. In den Spitälern gab es einen geringen Zuwachs: Insgesamt mussten am Freitag 15 Patienten mehr als am Donnerstag im Krankenhaus behandelt werden, vier davon kamen auf den Intensivstationen hinzu.

6.668 neue Fälle kamen hinzu SN/APA (Symbolbild/dpa)/Sebastian G
6.668 neue Fälle kamen hinzu

Insgesamt 4.629 Covid-19-Erkrankte lagen am Freitag in Spitälern. 687 davon benötigten intensivmedizinische Versorgung, geht aus den Zahlen von Innen- und Gesundheitsministerium hervor. Innerhalb der vergangenen Woche mussten 707 Patienten zusätzlich in Krankenhäusern behandelt werden. Auf den Intensivstationen stieg die Zahl der Covid-19-Erkrankten um 21 Prozent an, hier gab es am Freitag 120 Menschen mehr als vor einer Woche.

Laut der Prognose des Covid-Konsortium im Gesundheitsministerium dürfte nunmehr der Peak bei den Intensivkapazitäten erreicht sein und sich zumindest diese Zahlen stabilisieren. Auch in der Normalpflege dürften die Zahlen nicht mehr deutlich ansteigen und Anfang kommender Woche zu sinken beginnen.

Vor einer Woche - am Freitag dem 13. - waren in Österreich 1.661 Covid-19-Tote gemeldet worden. Binnen sieben Tagen kamen 563 hinzu, was einer täglichen Steigerung von mehr als 80 Toten entspricht. Zwei Mal wurden in dieser Woche mehr als 100 Tote in lediglich 24 Stunden gemeldet.

Österreichweit gab es am Freitag 76.644 aktive Fälle - um 382 weniger als am Donnerstag. Im Wochenschnitt ging die Zahl der bestätigten aktiven Fälle täglich um 28 zurück. Vergangenen Freitag hatte es noch 76.839 aktive Fälle gegeben. Seit Beginn der Pandemie wurden österreichweit 235.351 Menschen positiv getestet. 156.483 gelten als genesen.

Die meisten Neuinfektionen wurden in den vergangenen 24 Stunden wie bereits in den vergangenen Tagen aus Oberösterreich gemeldet - 1.301 kamen hinzu. In Wien waren es 1.280. Die anderen Bundesländer meldeten Zahlen unter 1.000. In Niederösterreich waren es 950 neue Fälle, in der Steiermark 924 und in Tirol 690. In Kärnten kamen seit Donnerstag 486 Neuinfektionen hinzu, in Vorarlberg 417 und in Salzburg 410. Das Burgenland speiste 210 neue Fälle in das EMS ein.

Die Corona-Kommission hat unterdessen am Freitag ihre Indikatoren zur Risikoeinstufung für die derzeit geltende Ampel-Schaltung - ganz Österreich bleibt rot - veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass bei den jüngsten Daten der Kalenderwoche 46 von 9. bis 15. November österreichweit bei 81 Prozent der SARS-CoV-2-Fälle die Infektionsquelle unbekannt war und in nur noch 19 Prozent der Fälle - also weniger als einem Fünftel - die Ansteckung geklärt werden konnte.

Oberösterreich und die Steiermark stachen bei den Infektionsquellen besonders hervor. Laut den Daten der Kommission konnten in Oberösterreich in der Vorwoche in nur neun Prozent der Fälle die Infektionsquelle geklärt werden - in 91 Prozent blieb diese unklar. In der Steiermark wurde sie in zehn Prozent geklärt - und somit blieb in neun von zehn Fällen ungewiss, wo sich die Infizierten angesteckt hatten. In Vorarlberg blieb die Infektionsquelle bei 88 Prozent der Fälle unklar.

Lag die Sieben-Tages-Inzidenz in der Vorwoche noch in zahlreichen Bezirken bei über 1.000, war dies diesmal nur noch in zwei der Fall. Sie wurde für den Zeitraum 12. bis 18. November berechnet und lag in Rohrbach in Oberösterreich bei 1.199,0 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und in Schwaz in Tirol bei 1.160,9. Den geringsten Wert verzeichnete übrigens Bruck an der Leitha. Hier lag die Sieben-Tages-Inzidenz bei 151,7.

Quelle: APA

Aufgerufen am 27.11.2020 um 04:27 auf https://www.sn.at/panorama/oesterreich/weniger-corona-neuinfektionen-aber-wieder-mehr-als-100-tote-95904493

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