Österreich

Wer haftet bei Unfällen auf einer Skitour oder beim Klettern?

Das alpine Gelände ist kein rechtsfreier Raum. Den wenigsten ist bewusst, dass im Unglücksfall für Tourengeher und Kletterer oft komplizierte Gerichtsverfahren folgen - auch vor den Strafgerichten.

Das alpine Gelände ist kein rechtsfreier Raum.  SN/www.picturedesk.com
Das alpine Gelände ist kein rechtsfreier Raum.

Wenn der Kletterpartner auf den Partnercheck oder den Knoten im Seilende vergisst und ihm das Seil aus den Händen gleitet, sind die Folgen fast immer fatal. Es folgen emotionale Gerichtsverfahren, die sich oft über Jahre ziehen.

Bergsport ist riskant, das Restrisiko unvermeidbar. Und ein jeder ist grundsätzlich für sich selbst ver antwortlich, wenn er sich bewusst in eine Gefahrensituation bringt. Rechtlich ist es komplizierter. Da geht es um Mitverschulden, Garantenstellung, Risikoprognosen. Regelmäßig enden Bergunfälle vor dem Höchstgericht. Was passiert, wenn eine Gruppe von Bergsteigern oder Teilnehmer einer Skitour verunglücken?



1.>Gibt es strafrechtliche Folgen nach einem Bergunfall?>
Zunächst prüft die Staatsanwaltschaft von Amts wegen, ob einem der Beteiligten ein Fehlverhalten vorzuwerfen ist. Infrage kommen Delikte wie fahrlässige Körperverletzung, fahrlässige Tötung oder unterlassene Hilfeleistung. Bei der Beurteilung kommt es auch darauf an, ob der Führende über eine bessere Risikokenntnis und mehr Sachwissen verfügt.

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