Österreich

Wie ernst muss man Terrordrohungen nehmen?

Eine Bombendrohung gegen Polizeiinspektionen sorgte für Aufregung. Wie wenig es braucht, um die Angst vor Anschlägen zu schüren, und wie die Medien Terroristen ungewollt unterstützen.

Wie ernst muss man Terrordrohungen nehmen? SN/facebook
„Geschenk vom Islamischen Staat an den Verfassungsschutz“. Der österreichische Dschihadist Firas H. verbreitete vor zwei Jahren dieses Drohbild über das Internet. Firas H. soll in Syrien gefallen sein. 

Die Drohung verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Am Donnerstag war um sieben Uhr früh in mehreren heimischen Polizeidienststellen ein E-Mail eingegangen, in dem in holprigem Englisch mit einer Bombenexplosion in mindestens zehn Polizeidirektionen in Wien und der Steiermark, auf dem Flughafen Wien Schwechat und dem Wiener Hauptbahnhof gedroht wurde. Da darin konkrete Angaben zu Adressen, Datum und Uhrzeit vorkamen, nahm man die Drohung ernst. Laut Sicherheitskreisen soll sich der Absender zum "Islamischen Staat" bekannt haben. Schlussendlich wurden aber keine konkreten Hinweise auf einen bevorstehenden Anschlag gefunden.

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