Österreich

Wieder zwei brutale Attacken auf Frauen

In Innsbruck schwebt eine 28-Jährige mit massiven Gesichtsverletzungen in Lebensgefahr. Schwangere (21) in Wien von Freund misshandelt.

34-jähriger Lebensgefährte wurde in die Justizanstalt Innsbruck eingeliefert SN/APA (Webpic)/hex
34-jähriger Lebensgefährte wurde in die Justizanstalt Innsbruck eingeliefert

Die Serie an Gewalttaten an Frauen in Österreich reißt nicht ab. In einem Mehrparteienhaus in der Amraser Straße in Innsbruck fanden am Mittwoch Einsatzkräfte eine schwer verletzte 28-Jährige vor. Besonders das Gesicht war nach Angaben der Polizei völlig entstellt. Während die Frau ins Krankenhaus eingeliefert wurde und seither in Lebensgefahr schwebt, wurde der 34-jährige Lebensgefährte festgenommen. Dabei war der Mann während des Einsatzes anwesend, dürfte sogar den Notruf verständigt haben. "Er behauptet, dass die Verletzungen von mehreren Stürzen herrühren", sagte Gert Hofmann, stellvertretender Leiter des Landeskriminalamtes Tirol im SN-Gespräch am Donnerstag. "Glaubhaft waren die Aussagen allerdings nicht, sonst hätten wir ihn ja nicht in Gewahrsam genommen." Der 34-Jährige sei amtsbekannt gewesen, eine Wegweisung oder ein Betretungsverbot lagen jedoch nicht vor. Was die Überlebenschancen des Opfers betrifft, meinte Hofmann lediglich: "Es schaut gar nicht gut aus."

Nur wenige Stunden später ereignete sich der nächste Fall von schwerer häuslicher Gewalt. Tatort war diesmal Wien-Döbling. Dort hatte eine 21-jährige Frau ihren 27-jährigen Ex-Freund in die Wohnung gelassen, was ihr zum Verhängnis wurde. Der Tschetschene ging auf die in der fünften Woche schwangere Frau los, würgte, schlug und trat auf sein Opfer ein. Der 21-Jährigen gelang es dennoch, sich derart zu befreien, dass sie sich im WC einsperren konnte, woraufhin der Mann versuchte, die Tür einzutreten. Als Beamte des Stadtpolizeikommandos Döbling am Tatort eintrafen, flüchtete die Frau aus der Wohnung und suchte hinter den Polizisten Schutz. Was den 27-Jährigen allerdings nicht abhielt, auch auf die Uniformierten loszugehen und schließlich die Flucht anzutreten. Es dauerte aber nicht allzu lange, bis der Tschetschene eingeholt und überwältigt werden konnte.

Während das Opfer notfallmedizinisch versorgt und in ein Krankenhaus gebracht wurde, stellte sich heraus, dass gegen den Täter ein gültiges Einreiseverbot bestand und er sich somit unrechtmäßig im Bundesgebiet aufhielt.

Wiederum nur wenige Stunden nach diesem Vorfall alarmierte in Wien-Penzing eine völlig verängstige Frau die Polizei, weil ihr 27-jähriger Sohn im Alkoholrausch in der Wohnung zu randalieren begonnen hatte. Der Mann wurde mit Unterstützung der Sondereinheit WEGA überwältigt. Auch gegen den Rumänen bestand ein aufrechtes Aufenthaltsverbot in Österreich.

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