Österreich

Wien baut Kindergärten aus

Wien kündigt den Ausbau der Kinderbetreuung an: Laut dem Büro der zuständigen Stadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) wird 2017 das Angebot deutlich erweitert. Wobei die Stadt versichert, dass es schon jetzt ausreichend Plätze für Kinder zwischen drei und sechs Jahren gibt. Der Übergang zwischen den Welten soll zudem einfacher werden: Schule und Kindergarten rücken noch näher zusammen.

Kindergarten und Schule rücken näher zusammen.  SN/APA/HELMUT FOHRINGER
Kindergarten und Schule rücken näher zusammen.

Ausgebaut wird von städtischer Seite kommendes Jahr in den Bezirken Wieden, Favoriten, Meidling, Hernals und Donaustadt. So eröffnen etwa in der Goldegggasse oder in der Dornbacher Straße in Hernals neue Einrichtungen. Der Standort in der Hetzendorfer Straße 57 in Meidling wird nach einer Sanierung wieder aufgesperrt. Auch am Friesenplatz in Favoriten nimmt ein neuer Kindergarten seinen Betrieb auf.

In Sachen "Bildungscampus" - also jenen Örtlichkeiten, die über Kindergarten und Schule verfügen - gibt es ebenfalls Neues zu vermelden: In der Donaustadt wird im Herbst der erste Standort nach dem "Campus plus"-Modell eröffnet. In der Ganztagseinrichtung werden insgesamt 33 Kindergartengruppen und Schulklassen untergebracht.

Kindergarten und Schule werden in dem neuen Komplex noch stärker als bisher zusammenwachsen, verspricht das Rathaus. Räumliche Nähe in sogenannten "Bildungsbereichen" sowie ein flexibles Nutzungskonzept sollen dies garantieren. Profitieren werden davon, so hofft man, Eltern und Kids - denen der entsprechende Übergang erleichtert werden soll.

Insgesamt stehen den jüngsten Wienern rund 86.400 Plätze in städtischen oder privaten Kindergärten zur Verfügung. 27.400 sind davon für die ganz Kleinen (bis drei Jahre, Anm.) reserviert. Bei den Drei- bis Sechsjährigen hat Wien durch den laufenden Ausbau eine Versorgungsquote von über 100 Prozent, wie betont wird. Bei Kleinkindern beträgt diese 71 Prozent.

Kontrolliert werden Kindergärten zweifach. Zum einen wird geschaut, ob die Subventionen rechtskonform eingesetzt werden. Die Prüfung der Mittelverwendung obliegt der für die Betreuungseinrichtungen zuständigen MA 10. Ob die für die Kinderbetreuung geltenden gesetzliche Bestimmungen eingehalten werden, wird wiederum von der Magistratsabteilung 11 (Amt für Jugend und Familie) kontrolliert.

Wie oft heuer nachgeschaut wurde und wie viele Verstöße entdeckt wurden, ist noch nicht bekannt. Denn die Gesamtzahlen für das Jahr 2016 liegen laut Rathaus noch nicht vor.

(APA)

Aufgerufen am 13.12.2017 um 08:23 auf https://www.sn.at/panorama/oesterreich/wien-baut-kindergaerten-aus-569491

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