Österreich

Zahl der Kellereinbrüche und Trickdiebstähle in Wien steigt

Die Zahl der Kellereinbrüche und Trickdiebstähle ist in Wien offenbar im Steigen begriffen. Das sagte Polizeisprecher Roman Hahslinger am Donnerstag zur APA und berief sich dabei auf Trends interner Analysen der Wiener Polizei. "Wir haben bereits Gegenmaßnahmen ergriffen", betonte Hahslinger. So wurde die Streifentätigkeit verstärkt.

Zahl der Kellereinbrüche und Trickdiebstähle in Wien steigt SN/APA/HERBERT PFARRHOFER
Es ist Vorsicht geboten.

Der Polizeisprecher wollte einen Bericht der Tageszeitung "Österreich" nicht überbewerten, wonach die Zahl der angezeigten Delikte im ersten Halbjahr um 8,6 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Jahres 2015 gestiegen sei. Das Blatt berief sich dabei auf eine "geheime Studie des Innenministeriums". Hahslinger: "Das sind offenbar Zahlen aus unserer internen Trendanalyse, die noch nicht bereinigt sind." Zur Erklärung: Die letztlich gültige Anzeigenstatistik wird einmal pro Jahr veröffentlicht.

Hahslinger bestätigte aber, dass es mehr Kellereinbrüche und Trickdiebstähle als im Vorjahr gibt und dass insbesondere Trickdiebe auf neue Modi operandi zurückgreifen. So klopfen Täter zum Beispiel im Stau an die Fensterscheiben von Autofahrern und geben vor, mit einem Stadtplan den Weg zum Flughafen erklärt haben zu wollen. Der Lenker steigt aus, weil er den Weg über den Plan über das Fenster nicht gut erläutern kann. Während der Fahrer beschäftigt ist, räumt ein zweiter Täter das Auto aus.

Eine Variante: Die Täter verursachen eine leichte Berührung und veranlassen so das Opfer auszusteigen und nachzuschauen, ob das Fahrzeug beschädigt ist. Unterdessen wird das Auto ausgeräumt. Hahslinger: "Wir raten, nichts am Beifahrersitz liegen zu lassen. Und wenn man aussteigen muss, dann sollte man Handtaschen mitnehmen."

Trickdiebe versuchen auch, haustierfreundliche und alleinstehende Wohnungs- bzw. Hausbesitzer auszunützen. Sie kundschaften Hahslinger zufolge die Lebensumstände aus. Bei Tierfreunden läuten sie dann an und sagen, ihre Katze sei entlaufen und hätte sich im Garten des Hausbesitzers versteckt. Wenn der Inhaber herauskommt und bei der Suche hilft, wird ihm einstweilen sein Domizil ausgeräumt. Hahslinger appellierte, eine gewisse Skepsis an den Tag zu legen.

Quelle: APA

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