Österreich

Zahlreiche Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit

Das Jahr 2017 hält für Autofahrer einige Neuerungen bereit. So können Radarfotos für das Bestrafen von Gurtenmuffel und Handy am Steuer-Telefonierer verwendet werden, die Probezeit für Führeschein-Neulinge wird um ein Jahr auf drei Jahre verlängert. Im September startet der fünfjährige Pilotversuch für Alkolocks.

Im Juli tritt das Straßenverkehr-Unfallstatistikgesetz in Kraft.  SN/APA (Symbolbild/dpa)/Peter Gerck
Im Juli tritt das Straßenverkehr-Unfallstatistikgesetz in Kraft.

Zahlreiche der geplanten Neuerungen hat das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) seit Jahren gefordert. Manche Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit werden "rasch gemerkt werden", andere würden länger brauchen, um spürbare Auswirkungen zu erlangen, sagte Othmar Thann, Direktor KFV. Als besonders positiv bezeichnete er die Verlängerung des Probeführerscheins, gerade junge Menschen, die tendenziell risikofreudiger sind, würden sich damit eher "regelkonform verhalten", meinte Thann. Er forderte jedoch eine Evaluierung der Nachschulungen, die nach einem Führerscheinentzug absolviert werden müssen. Diese "müssen fachlich hinterfragt werden, ob sie noch State of the Art oder doch verbesserungswürdig sind", sagte Thann.

Ab Kundmachung der Novellen des Kraftfahrgesetzes (KFG) sowie der Straßenverkehrsordnung (StVO) entfällt das sogenannte Anhalteerfordernis zur Ahndung von Verstößen gegen das Handyverbot am Steuer, die Gurt- bzw. Helmpflicht, mangelnde Kindersicherung und die Beförderung einer unzulässigen Anzahl von Personen auf Pkw bzw. auf Motorrädern. Der Experte erwartet sich, dass durch den Fotobeweis "die Gurtanlegequote zulegen wird". Diese liegt bei rund 93 Prozent, 2014 waren noch 95 Prozent angegurtet. Auf der Autobahn sind 96 Prozent der Lenker angegurtet, bei Kinder unter zwölf Jahren liegt die Quote bei 97 Prozent.

Künftig muss nach Ansicht des KFV Automatisiertes Fahren auch in die Ausbildung einfließen. "Selbstfahrend heißt nicht, dass das Auto alleine unterwegs ist", betonte Thann. Für die Sicherheit seien technische Neuerungen wie automatisches Spur- und Abstandhalten, Einparkassistenten oder das Erkennen von Hindernissen positiv. Denn "der Mensch versucht immer, auf das Äußerste zu gehen".

Die Einführung der Alkolocks, wo noch unklar sei, ob sich das KFV für die Durchführung überhaupt bewerben werde, sei eine "technologische Neuerung". Bereits seit Jahren hatte das KFV die Alkoholwegfahrsperren gefordert. Dadurch erwartet sich das Kuratorium 410 Unfälle pro Jahr weniger, was einen Rückgang von 100 Schwerverletzten und fünf Getöteten ergeben würde.

Im Juli tritt das Straßenverkehr-Unfallstatistikgesetz (StVUStG) in Kraft. Damit wird die Rechtsgrundlage für die Erhebung von Verkehrsunfällen neu geregelt, erstmals werde zudem die Möglichkeit zur Unfall-Tiefenforschung geschaffen. "Wir können dann Unfallhäufungspunkte früher erkennen", sagte Thann. "Jetzt wissen wir solche Entwicklungen erst nach zwei Jahren. Dadurch erwarten wir eine Verbesserung der Tiefenanalyse", erklärte der Experte.

(APA)

Aufgerufen am 13.12.2017 um 08:26 auf https://www.sn.at/panorama/oesterreich/zahlreiche-massnahmen-zur-erhoehung-der-verkehrssicherheit-570586

Wo gibt es die Darts-WM zu sehen?

Wo findet die Darts-WM eigentlich statt - und wo ist sie zu sehen? Sind auch Österreicher mit dabei? Auf welches Preisgeld darf sich der Sieger freuen? Fragen und Antworten vor dem Auftakt der Darts-WM. Mit …

Meistgelesen

    Video

    Ein Lied sorgt im Buwog-Prozess für Aufregung
    Play

    Ein Lied sorgt im Buwog-Prozess für Aufregung

    50 Jahre Gröden: Kamelbuckel, Ciaslat und ein Reh auf der Piste
    Play

    50 Jahre Gröden: Kamelbuckel, Ciaslat und ein Reh auf der Piste

    Schlagzeilen