Österreich

Zahlreiche Unwetter-Einsätze in Österreich

Unwetter haben Sonntagabend und in der Nacht auf Montag zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehren in einigen Teilen Österreichs geführt. In Kärnten waren einige Haushalte zeitweise ohne Strom. Im Burgenland kamen die Feuerwehren auf rund 800 Einsatzstunden. In Niederösterreich war vor allem das Weinviertel betroffen. Auch in der Steiermark gingen erneut schwere Unwetter nieder.

In Kärnten galt es vor allem Keller auszupumpen, Verklausungen in Bächen zu beseitigen und umgestürzte Bäume von Straßen zu räumen. Die meisten Einsätze hat es in den Bezirken St. Veit und Wolfsberg gegeben. Auch an den Seen standen die Feuerwehren im Einsatz, um vor aufziehenden Unwettern Segler und Surfer rechtzeitig an Land zu holen. Einige Haushalte waren am Sonntagabend ohne Strom, die Energieversorgung konnte aber bis Montagfrüh großteils wieder hergestellt werden.

Im Burgenland heulten Sonntagabend in zahlreichen Gemeinden von Nord bis Süd die Feuerwehrsirenen. Unwetter sorgten in nahezu allen Bezirken für überflutete Keller und Straßen. In Summe seien 25 Feuerwehren ausgerückt. Sie kamen auf rund 800 Einsatzstunden.

In mehreren Gemeinden mussten Straßen von umgestürzten Bäumen befreit sowie Pumparbeiten durchgeführt werden. In Mörbisch (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) wurden nach einem kurzen, aber heftigen Gewitter auch zahlreiche Kanaldeckel weggeschwemmt, teilte die Ortsfeuerwehr mit. Am Neusiedler See mussten die Feuerwehren Neusiedl am See und Purbach zwei Boote an Land ziehen. Verletzt wurde niemand.

Neuerliche Unwetter sorgten am Sonntagabend für etwa 160 Feuerwehreinsätze in Niederösterreich. Massiver Regen und Sturm hatten vor allem das Weinviertel getroffen, sagte Franz Resperger vom Landeskommando.

In Hohenau a.d. March (Bezirk Gänserndorf) deckte der Sturm sieben Häuser ab. Die Feuerwehr rückte mit Planen aus, um die Objekte zu schützen. In Orth a.d. Donau (Bezirk Gänserndorf) schlug ein Blitz in ein Einfamilienhaus ein. Fünf Feuerwehren standen laut Resperger im Löscheinsatz. Im Bezirk Korneuburg wurde insbesondere die Gemeinde Stetten stark getroffen. Keller wurden unter Wasser gesetzt und Straßen verschlammt.

Der Sturm forderte auch die Helfer im Bezirk Mistelbach und vereinzelt im Bezirk Krems, sagte der Sprecher. Insgesamt standen etwa 60 Feuerwehren im Unwettereinsatz.

In einigen Bezirken der Steiermark kam es am Wochenende zu Überschwemmungen, Straßen wurden verlegt und Bäume entwurzelt. Dies teilte die Landesleitzentrale der Feuerwehren am Montag mit. Insgesamt wurden 106 Wehren zu 148 Einsätzen gerufen. Knapp 1.250 Feuerwehrmänner und -frauen standen im Hilfsdienst. Am stärksten betroffen waren laut Leitzentrale Bereiche in den Bezirken Deutschlandsberg, Graz-Umgebung, Hartberg-Fürstenfeld, Leibnitz, Murtal sowie Murau und Weiz. Im Sulmtal riss der heftige Wind das Dach von einer Halle eines landwirtschaftlichen Anwesens.

Quelle: APA

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