Österreich

Zahlte die Diözese Gurk zu wenig Steuern?

Ein Wohnungsverkauf an eine Stiftung des Waffenproduzenten Glock wird überprüft. Die Arbeitsgruppe, die der interimistische Verwalter der Kärntner Diözese gegründet hat, fordert auch die Offenlegung von angeblioch sehr hohen Abfindungszahlungen an ehemalige kirchliche Mitarbeiter, die im Zusammenhang mit der privaten Lebensführung des Bischofs stehen könnten.

Bischof Alois Schwarz anlässlich seiner Amtseinführung zum neuen St. Pöltner Diözesanbischof am 1. Juli 2018. SN/APA/HANS PUNZ
Bischof Alois Schwarz anlässlich seiner Amtseinführung zum neuen St. Pöltner Diözesanbischof am 1. Juli 2018.

Die kircheninternen Überprüfungen zur Gebarung beim bischöflichen Mensalgut in Kärnten könnten noch weitere unangenehme Aspekte zutage fördern. Darauf deuten Erklärungen der Arbeitsgruppe Bistum hin, mit denen die Kirchenvertreter ihrerseits auf beschwichtigende Stellungnahmen durch den in der Kritik stehenden Bischof Alois Schwarz sowie von Kardinal Christoph Schönborn reagiert hatten. Es geht um Abfindungen in sechsstelliger Euro-Höhe für ausgeschiedene Mitarbeiter sowie Liegenschaftsverkäufe. Im schlimmsten Fall muss sich die Diözese Gurk beim Finanzamt anzeigen - nämlich dann, wenn sich herausstellt, dass beim Verkauf mehrerer Wohnungen an eine Stiftung des Waffenproduzenten Gaston Glock vor einigen Jahren zu wenig Steuern bezahlt wurden.

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