Österreich

Zeugeneinvernahmen nach Pfefferspray-Attacke

Der oder die Verursacher der Pfefferspray-Attacke in einer Wiener Disco am Wochenende sind am Montag noch nicht ausgeforscht worden. Laut einem Bericht von wien.orf.at hat die Geschäftsführung des Prater Dome nun 5.000 Euro für sachdienliche Hinweise ausgelobt. Bis zum frühen Nachmittag waren vier Personen ergebnislos einvernommen worden, sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer.

Zeugeneinvernahmen nach Pfefferspray-Attacke SN/APA (Oczeret)/Herbert P. Oczeret
Die Disco musste evakuiert werden.

Aus der Großraumdiskothek "Prater Dome" in der Leopoldstadt mussten in der Nacht auf Sonntag 1.600 Besucher evakuiert werden, nachdem Pfefferspray versprüht wurde. 37 Lokalbesucher wurden durch den Reizstoff beeinträchtigt, insgesamt acht Menschen mussten nach dem Vorfall im Krankenhaus versorgt werden.

Während der Evakuierung brüllte ein betrunkener 22-Jähriger "I bin für das verantwortlich". Bei seiner Einvernahme am Sonntag beteuerte er, nichts mit dem Vorfall zu tun zu haben. Er wurde wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt angezeigt, nachdem er bei seiner Festnahme Gegenwehr geleistet hatte und ist bereits wieder auf freiem Fuß. Auch seine Begleitpersonen wurden befragt. Sie gaben an, nichts von der eigentlichen Pfefferspray-Attacke mitbekommen, aber den darauffolgenden Schmerz verspürt zu haben.

Die Polizei ermittelt wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung gegen mehrere unbekannte Personen. Die Auswertung von Videoaufnahmen aus der Disco dauerte am Montag noch an, ebenso die Untersuchung von zwei in einem Klo des "Prater Dome" sichergestellten Pfefferspraygebinde.

Quelle: APA

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