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Anoushka Shankar: "Möchte alle ermutigen, ihre Stimmen zu nutzen"

Die Sitar-Spielerin beschäftigt sich in ihrem jüngsten Album "Land of Gold" mit der Flüchtlingskrise. Sie tourt derzeit durch Österreich. "Musik muss nicht zwingend politisch sein, um Menschen anzusprechen", sagt die Tochter von Ravi Shankar.

Anoushka Shankar: "Möchte alle ermutigen, ihre Stimmen zu nutzen" SN/EPA
Anoushka Shankar.

Als Sitar-Spielerin trägt Anoushka Shankar nicht nur das Erbe ihres Vaters Ravi. Die 35-jährige Musikerin hat sich ihre eigene Stimme und Position erarbeitet, die nicht zwingend mit Kategorien wie Weltmusik, Pop oder Klassik erfasst werden kann. Warum sie sich in ihrem neunten Album "Land of Gold" mit der Flüchtlingskrise beschäftigt, das erklärt die Musikerin so. "Im Februar brachte ich meinen zweiten Sohn auf die Welt. Diesem Kontrast konnte ich nicht ausweichen: Ich, als gesegnete Person, die mit ihrem Neugeborenen in ihrem Zuhause sitzt und ihm ein sicheres Dach über dem Kopf geben kann. Und in den Nachrichten war einfach dieser unglaubliche Ausbruch von tausenden und tausenden Geschichten. Dabei haben mich natürlich besonders die Bilder und Schicksale der Kinder bewegt. Vielleicht lag es also am Timing. Aber diese Menschen zu sehen, die einfach ihren Kindern Sicherheit bieten wollen, während ich dafür nicht kämpfen muss - diese Ungerechtigkeit hat mich getroffen. Und es gibt keine Antwort darauf, warum ich das haben kann und jemand anders nicht. Dieser Schmerz hat sich dann in Musik ausgedrückt. Ich war zwar nervös, als ich begann daran zu arbeiten, aber es fühlte sich sehr wahrhaftig und ehrlich an. Musik muss nicht zwingend politisch sein, um Menschen anzusprechen."

Quelle: APA

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