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David Hasselhoff: Fall der Mauer war nicht mein Verdienst

Er hat die Mauer zwar nicht zum Einsturz gebracht, dennoch gehört David Hasselhoff zur Geschichte des Mauerfalls einfach dazu. 25 Jahre später erklärt "The Hoff" für eine TV-Dokumentation die Geschichte der Mauer und trifft DDR-Flüchtlinge.

Für US-Sänger David Hasselhoff ist die Erinnerung an den Fall der Mauer immer noch eine der schönsten seines Lebens. Und wenn er sich daran erinnern will, dann schaut er sich das Stückchen Mauerwerk an, dass er bei seinem legendären Silvester-Auftritt zum Jahreswechsel 1989/90 auf der Mauer mitgenommen hat. "Ich habe damals Stücke an die Crew von "Baywatch" verteilt", sagt er in einem Telefoninterview mit Journalisten am Montag. "Ein Stückchen Frieden für alle."

25 Jahre nach dem Fall der Mauer ist der 62-Jährige wieder an Ort und Stelle. Für den Bezahlsender National Geographic Channel hat er eine Dokumentation gedreht. Darin erklärt er den Zuschauern die Geschichte der Mauer und trifft Leute, die aus der DDR geflohen sind. "Die Menschen, die für ihre Freiheit ihr Leben riskiert haben, sind Helden. Ich dagegen habe die Helden immer nur gespielt", sagt er.

Heute freut er sich, wenn er beobachtet, wie Touristen am Checkpoint Charlie herumlaufen und sehen, wie es damals war. Und er hofft, dass weiterhin viele Leute auch einen Blick auf die Mauerreste werfen können. Für die sogenannte East Side Gallery hatte Hasselhoff sich im Frühjahr 2013 unter die Demonstranten gemischt und war gegen das dort geplante Hotel auf die Straße gegangen. "25 Jahre später sang ich plötzlich dafür, dass die Mauer erhalten bleibt", sagt Hasselhoff.

Dass sein Hit "Looking for Freedom", den er 1989 an der Mauer sang, habe die Mauer in Berlin zum Einsturz gebracht, streitet Hasselhoff heute ab. Die Aussage hätte ihn jahrelang verfolgt, erklärt er. Dennoch habe ihn das Lied - mit dem er wochenlang in den deutschen Charts war - für immer mit der Geschichte der Berliner Mauer verbunden.

Mit seiner Dokumentation "David Hasselhoff: 25 Jahre Mauerfall" will er die Erinnerung wachhalten. "Es geht nicht um mich oder mein Lied, sondern darum, zu erinnern, was passiert ist. Und dass das immer wieder passieren kann", meint er. "Auch 25 Jahre nach dem Mauerfall ist die Aussage von "Looking for Freedom" für so viele Menschen immer noch wichtig - in der Ukraine, in Syrien oder dem Irak."

Ein SN-Interview mit David Hasselhoff anlässlich des "Hasselhoff-Festivals" in Gmunden im vergangenen Jahr finden Sie hier.

Quelle: Dpa

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