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Für Mäzen Burda sind Kunstpreise jenseits von Gut und Böse

Der Baden-Badener Sammler und Kunstmäzen Frieder Burda (80) blickt verständnislos auf den überhitzten Kunstmarkt.

Frieder Burda  SN/dapd
Frieder Burda 

"Die derzeitigen Preise sind jenseits von Gut und Böse. Wo soll das enden?" Auf Dauer könne das nicht gut gehen, warnt er. Wer Kunst als Spekulationsobjekt kauft, kann nach seiner Meinung böse erwachen: "Da genügt ein kleines Beben, und die ganzen Spekulationen entpuppen sich als Blase", sagte er.

Zugleich kündigte er an, sich auf Dauer ganz aus der Arbeit des von ihm gegründeten Museums Frieder Burda in Baden-Baden zurückziehen. Im Laufe des nächsten Jahres will er den Stiftungsvorstand abgeben und seine Sammlung verjüngen.

Frieder Burda gilt als bedeutender Kunstsammler. Sein 2004 eröffnetes Museum ist zum kulturellen Magneten geworden und hat kürzlich den zweimillionsten Besucher begrüßt.

Der Kunstmäzen könnte sich vieles leisten - doch Geld allein macht nicht glücklich, das weiß auch er. "Ich kenne sehr viele unzufriedene Reiche", sagt der Stifter des Festspielhauses Baden-Baden. Dass er dennoch "durch und durch zufrieden" ist, hat viel mit seiner Familie, seiner Liebe zur Kunst und mit (Kunst-)Freunden wie Gerhard Richter und Georg Baselitz zu tun. Wenn er sich etwas gönnen will, macht der Mäzen am liebsten noch immer eines: "Dann kaufe ich mir ein Bild."

Quelle: Dpa

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