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"Vox" zeigt Filmbiografie über Opern-Star Paul Potts

Ein Auftritt in der Talentshow "Britian's Got Talent" machte den Handyverkäufer Paul Potts zum Opern-Star. Regisseur David Frankel hat die Erfolgsgeschichte des Briten verfilmt. Nun zeigt "Vox" die Filmbiografie zum ersten Mal im Free-TV.

"Vox" zeigt Filmbiografie über Opern-Star Paul Potts SN/APA/HERBERT NEUBAUER
"Britain got Talent"- Gewinner Paul Potts.

London (dpa) Als Paul Potts im Frühjahr 2007 auf die Bühne der Castingshow "Britain's Got Talent" tritt, wird er von Publikum und Jury belächelt.

Ein pummliger schüchterner Mann mit schiefen Zähnen, der sein Geld mit dem Verkauf von Mobiltelefonen verdient und ankündigt, Oper singen zu wollen.

Doch Potts schafft die Sensation. Schon nach den ersten Takten der Puccini-Arie "Nessun dorma" feiern ihn die Zuschauer im Saal - und wegen des Videoportals "Youtube" erreicht sein Auftritt die ganze Welt.

Potts veröffentlicht später eigene Alben, erreicht in mehreren Ländern die Spitzen der Charts. Und singt sogar vor der Queen.

Den Film zur Erfolgsgeschichte des singenden Handyverkäufers gibt es zwar schon länger - jetzt ist er erstmals im Free-TV zu sehen. Das Biopic "One Chance - Einmal im Leben", das "Vox" am kommenden Donnerstag (20.15) zeigt, erzählt den Werdegang Potts von der Kindheit bis zum Durchbruch.

Kindheitstraum, Schikane und Opernschule in Venedig

In dem unterhaltsamen Film zeigt US-Regisseur David Frankel, dass Potts Gesangstalent - anders als häufig behauptet - nicht aus dem Nichts kommt. Schon seit seiner Kindheit will der Brite, im Film gespielt von James Corden, Opernsänger werden - und wird dafür von allen Seiten schikaniert. Nur seine Mutter und seine Freundin Julz unterstützen ihn bei seinem Ziel.

Potts singt in Chören, gewinnt einen kleinen Talentwettbewerb und nimmt gar an einer Sommer-Opernschule in Venedig teil. Doch es gibt auch einen Rückschlag: Als er vor dem Star-Tenor Luciano Pavarotti auftritt, um in dessen Meisterkurs aufgenommen zu werden, versagen die Nerven. Potts kehrt frustriert in seine Heimatstadt zurück. Schließlich ringt er sich dazu durch, beim Fernseh-Talentwettbewerb "Britain's Got Talent" mitzumachen.

Der Film verspricht Spannung mit einigen Zeitsprüngen

Viel falsch macht Regisseur Frankel mit dem Film nicht. Er schafft es, den Zuschauer das ständige Auf und Ab des Gesangstalents vor seinem Durchbruch mitzuerleben zu lassen. Und erzeugt Spannung und Unterhaltung. Besonders lustig wird es immer dann, wenn James Corden und Alexandra Roach, die beide in ihren Rollen überzeugen, gemeinsam eine Szene spielen.

Zum Ende hin scheint Frankel allerdings zu viele Lebensstationen Potts in zu kurzer Zeit nacherzählen zu wollen. Es kommt zu vielen Zeitsprüngen.

Außerdem wünscht man sich in manchen Szenen, dass der Regisseur etwas dünner aufgetragen hätte, anstatt den Film künstlich emotional aufzuladen.

"Vox" zeigt "One Chance - Einmal im Leben" am kommenden Donnerstag um 20.15 Uhr. Im Anschluss strahlt der Sender um 22:25 die Dokumentation "Paul Potts - Aus dem Nichts zum Superstar" aus.

Quelle: SN

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