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Bald wird die Zeit noch genauer gemessen

Tests mit Laserlicht sind vielversprechend.

Bald wird die Zeit noch genauer gemessen SN/APA/dpa/Julian Stratenschulte
Optische Uhr mittels Laserlicht.

Bisher galten optische Uhren zwar als genauer als die gängige Atomuhr, allerdings auch als unzuverlässiger. Forscher der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig untersuchten, inwieweit eine optische Uhr schon jetzt praktisch einsetzbar wäre. Um deren Ausfälle auszugleichen, kombinierten die Wissenschafter sie mit einem speziellen Laser. Damit wurden gelegentliche Stillstände der Uhr überbrückt. So gekoppelt lief das System 25 Tage lang und konnte die Messunsicherheit geringer halten als zuvor. Vor einigen Jahren bauten US-Forscher die erste optische Atomuhr. Sie läuft 20 Mal gleichmäßiger als übliche Mikrowellen-Atomuhren, die seit etwa 50 Jahren als die besten gelten.

Künftig sollen die optischen Atomuhren sogar bis zu tausend Mal genauer gehen als ihre Cäsium-Atomuhren-Vorläufer, die in Mikrowellen schwingen.

So schnell ist eine Sekunde

Eine Sekunde ist seit 1967 international als 9.192.631.770 Mikrowellen-Schwingungen des radioaktiven Elementes Cäsium festgesetzt. "In zehn Jahren könnte die optische Uhr die alten Cäsium-Atomuhr aber ablösen", meinte Arbeitsgruppenleiter Christian Lisdat am Dienstag. Eine noch genauere Definition der Sekunde ist bei der Synchronisation von Datennetzen nützlich, etwa beim Highspeed-Trading im Bankensektor, bei der Satellitennavigation oder in der Geodäsie, der Vermessung der Erde.

Quelle: Apa/Dpa

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