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Die unsichtbare Kraft im Universum

Sie befindet sich unter uns. Die Dunkle Materie ist eines der größten Rätsel im Kosmos. Jetzt kommen Astrophysiker erstmals auf ihre Spur.

Der Kosmos birgt noch viele Rätsel.  SN/sn
Der Kosmos birgt noch viele Rätsel.

Wie schön ein Nachthimmel sein kann mit all seinem glitzernden Funkeln. Wer hat noch nicht in den nächtlichen Sternenhimmel geblickt und gestaunt. Das um die Erde kreisende "Hubble"-Teleskop bestätigt, was unsere Augen wahrnehmen. Es schickt uns seit Jahrzehnten Bilder vom Universum, die von berückender Schönheit sind. Es scheint, als ob das All voll ist von strahlenden Sternen und leuchtenden Gaswolken. Doch der Eindruck trügt: Tatsächlich besteht das Universum überwiegend aus etwas Unsichtbarem. Physiker nennen diese unsichtbare Kraft Dunkle Materie. Sie ist weder Stern noch Staub. Sie muss aber vorhanden sein, weil sich nur so die Rotation von Galaxien wie zum Beispiel unserer Milchstraße erklären lässt. Der Astronom Fritz Zwicky stieß im Jahr 1932 erstmals auf die übergroße Anziehung, ohne die er nicht erklären konnte, was Galaxien trotz ihrer schnellen Bewegung in Gruppen zusammenhält. Die sichtbare Masse unserer Milchstraße wäre nämlich viel zu wenig, um so schnell rotieren zu können. Die Milchstraße würde auseinanderbrechen. Ihre tatsächliche Masse - also mehr als die Summe all ihrer Sterne, Planeten und Gaswolken - muss für eine solche Bewegung also unendlich viel größer sein. Wenn man bedenkt, dass unsere Milchstraße ungefähr 300 Milliarden Sterne birgt, kann man sich vorstellen, wie mächtig diese Dunkle Materie sein muss, um alles zusammenzuhalten.

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